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21

Freitag, 17. Juni 2005, 12:20

Zitat

Original von fwachtler
Hallo Thomas,

das ist allerdings interessant.

Zeitlich können wir bei beiden sagen, dass sie aus dem 1890ern oder später stammen. Ich glaube ab 1991 war das klappbare Stichblatt erlaubt (lt. Maier).


Das dachte ich bisher auch,
aber das Portepee ist, laut Schwertfegers Beitrag nur bis 1889 getragen worden (3. Portepee von links!). Somit wäre der Degen mit Portepee älteren Datums.

Zitat

Original von fwachtler
Die Längen der Klingen sind wahrscheinlih vom Träger abhängig, oder?

Frank


So lese ich es hin und wieder auch, was auch logisch erscheint.
In diesem Fall wäre der lange IOD a.A. genau richtig für mich, wenn ich ihn getragen hätte 8) .

Gruß,
Thomas

22

Freitag, 17. Juni 2005, 12:32

Das mit dem Portepee ist ein sehr guter Punkt.

Wie ist es damit dass der Degen einem Militärbeamten gehört hat? Das würde auch die goldene Farbe erklären, oder?

(Sorry, mit den Portepees kenne ich mich nicht so gut aus)

Nun denn, WKC gibt es seit 1883. Das ist auf jeden Fall mal fest.
Non soli cedit!

23

Freitag, 17. Juni 2005, 13:32

Zitat

Original von fwachtler
...
Wie ist es damit dass der Degen einem Militärbeamten gehört hat? Das würde auch die goldene Farbe erklären, oder?
...


Das ist ein richtiger Ansatzpunkt.
Ich kenne mich mit den Portepeefarben auch nicht aus.

Ich habe als Vergleich mal folgendes Foto gemacht:

1. Bild
Oben- Beamtenportepee meines Postbeamtendegens, Eichel aus goldfarbener Garnkordel

Unten- Portepee vom IOD aus goldfarbenem Drahtgeflecht

2. Bild
Füllung- gleiche Materialien

3. Bild
Die Bänder: sind irgendwie ausgeblichen
»Thomas« hat folgende Bilder angehängt:
  • DSCF1647.jpg
  • DSCF1649.jpg
  • DSCF1651.jpg

24

Freitag, 17. Juni 2005, 13:40

An dieser Stelle habe ich mal folgende Fragen:

Sind Beamtenportepees aus vergoldetem Messingdraht, oder vergoldetem Silberdraht (mit Silber meine ich silberfarbene Metalle)?

Besteht das Material der Infanterie-Portepees aus versilbertem Golddraht, oder aus silbernem Material?

Die Fragen klingen vielleicht blöd,
aber wenn die Vergoldung an vermeindlichen Beamtenportepees verloren geht, und das Untermaterial ist silberfarben, dann könnte man meinen, ein Infanterie-Portepee zu besitzen.

Gruß,
Thomas

25

Freitag, 17. Juni 2005, 21:17

IOD

Hier nochmals zwei datierte IOD a/A zum Vergleich.

Gruss
blankhans

Datiert 1884

[IMG]http://www.hosting-place.de/upload/0506/IOD 1884.jpg[/IMG]

Datiert 1888


26

Freitag, 17. Juni 2005, 21:44

RE: IOD

Zitat

Original von blankhans
Hier nochmals zwei datierte IOD a/A zum Vergleich.

Gruss
blankhans

Datiert 1884
...
Datiert 1888
...


Danke Dieter,

das ist es doch!

Gruß,
Thomas

27

Samstag, 18. Juni 2005, 11:22

Zitat

Original von fwachtler
Zeitlich können wir bei beiden sagen, dass sie aus dem 1890ern oder später stammen. Ich glaube ab 1991 war das klappbare Stichblatt erlaubt (lt. Maier).


Nein, das klappbare Stichblatt war bereits seit dem 14. November 1881 erlaubt (siehe meinen Beitrag oben vom 07.05.2005).

Zitat

Original von Zieten
Das dachte ich bisher auch,aber das Portepee ist, laut Schwertfegers Beitrag nur bis 1889 getragen worden (3. Portepee von links!). Somit wäre der Degen mit Portepee älteren Datums.


Den Rückschluß vom Portepee auf das Alter des Degen sollte man nicht machen, da es (quasi jederzeit) auch später um die Waffe gebunden sein kann. Da es sich hier um goldfarbenes Portepee handelt, ist das Portepee einem Beamten zuzuordnen.

Zur Prüfung der ursprünglichen Farbe von Portepees empfehle ich, sich die Bänder am Übergang in den Stengel (innen natürlich) anzuschauen. Dort ist das Band meistens nicht verblichen und nicht "abgegrabbelt" durch "schwitzige Finger".

Gruß
"Schwertfeger"
"Suum cuique" (Cicero: Jedem das Seine; Devise des Schwarzen Adler Ordens)

28

Samstag, 18. Juni 2005, 11:48

Zitat

Original von Schwertfeger
Den Rückschluß vom Portepee auf das Alter des Degen sollte man nicht machen, da es (quasi jederzeit) auch später um die Waffe gebunden sein kann. Da es sich hier um goldfarbenes Portepee handelt, ist das Portepee einem Beamten zuzuordnen.


In diesem Fall bin ich mal so anmaßend, und behaupte, daß es das originale Portepee zu diesem Degen ist. Markante Abnutzungsspuren deuten darauf hin, daß es an dieser Stelle schon sehr lange dranhängt.

Zitat

Original von Schwertfeger
Zur Prüfung der ursprünglichen Farbe von Portepees empfehle ich, sich die Bänder am Übergang in den Stengel (innen natürlich) anzuschauen. Dort ist das Band meistens nicht verblichen und nicht "abgegrabbelt" durch "schwitzige Finger".

Gruß
"Schwertfeger"


Die Prüfung an der von "Schwertfeger" beschriebenen Stelle ist so ausgefallen, daß es sich um ein Beamtenportepee handelt.
Die Goldfarbe des Bandes ist dort quasi unberührt zu erkennen.

Ich konnte übrigens an einer anderen Stelle auch sehen, daß der Draht, aus dem das Portepee besteht, aus Kupfer ist.

Danke für den Tipp, Claus!

Gruß,
Thomas

29

Montag, 20. Juni 2005, 07:33

Aus der Versenkung geholt,

ein Bild eines meiner ehemaligen Blankwaffen. Es handelt sich um einen IOD mit einer 6kant-Klinge.
Weder ein Hersteller, noch hinweisende Ausschnitte der Klingenätzung, konnte Aufschluß auf Herkunft und Verwendung geben.

Man konnte erkennen, daß die Klinge aus 2 Längsteilen gefertigt und dann zusammengefügt wurden.

Die Bilder aus dieser Zeit wurden mit dem Scanner gemacht, da ich noch keine Digitalkamera besaß.

Gruß,
Thomas
»Thomas« hat folgendes Bild angehängt:
  • IOD a.A..jpg

30

Mittwoch, 22. Juni 2005, 14:30

hallo,

um nochmal auf den Griff zurückzukommen. Da hatte ich offensichtlich nicht aufgepaßt. Das klappbare Stichblatt war offiziell ab 1881 erlaubt. Dann kann ich auch einen weiteren IOD anbieten. Klinge ist von Kirschbaum (Ritterkopf-Marke), d.h. vor 1883 entstanden. Da das Gefäß aber klappbar ist, dürften wir es mit mit hoher Wahrscheinlichkeit mit einem Degen von 1881-1883 zu tun haben.
»Infanterieoffizier« hat folgendes Bild angehängt:
  • 6d_12_sb_2.jpg
Non soli cedit!

31

Mittwoch, 22. Juni 2005, 16:21

Hallo fwachtler,

vorsicht mit dieser zeitlichen Datierung! Sie scheint zwar logisch, muss aber nicht unbedingt stimmen. Ich selbst hatte einmal einen Degen mit der Ritterhelm-Marke von Kirschbaum, der aber eindeutig nach 1883 hergestellt worden war.

Soviel mir bekannt ist, wurde die Ritterhelm-Marke auch nach dem Zusammenschluss von Weyersberg & Kirschbaum noch eine Zeitlang verwendet. Vielleicht weiss jemand mehr darüber.

Gruss
blankhans

32

Mittwoch, 22. Juni 2005, 17:02

Hallo blankhans,

vielen Dank für die Anmerkung. Komisch dss WKC da noch das alte Logo mitführte.

Kann man das auf bestimmte Klingentypen einschränken?

Der IOD hat jedenfalls eine Schörklinge (Damaststahl)
Non soli cedit!

33

Mittwoch, 22. Juni 2005, 17:16

Zitat

Original von blankhans
Soviel mir bekannt ist, wurde die Ritterhelm-Marke auch nach dem Zusammenschluss von Weyersberg & Kirschbaum noch eine Zeitlang verwendet.


Vielleicht lagen bei der Firmenneugründung größere Mengen an fertigen Klingen auf Lager, die noch für einige Zeit reichten? Daher eventuell die "alte" Marke an "neuen" Degen?

Gruß,
Thomas

34

Freitag, 22. Oktober 2010, 07:37

Wie ist die Klingenstarke an den Griff?

35

Samstag, 23. Oktober 2010, 14:17

Ziemlich schmal rd. 20mm
Non soli cedit!

36

Sonntag, 24. Oktober 2010, 14:09

Breite 20 - 23 mm. Und Dicke?

37

Dienstag, 26. Oktober 2010, 22:30

durch den Schör ziemlich starkt, ca. 0,8-1 cm
Non soli cedit!

38

Mittwoch, 27. Oktober 2010, 06:09

Alles klar. Danke.