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Dienstag, 28. Dezember 2010, 16:14

Österr, Degen für Hofbeamte M1917 ???

Österr, Degen für Hofbeamte M1917 ??? Klingenl.77cm, Breite 22m/m ,Gesamtl. 90cm. Klinge ohne Hersteller, vernickelt, ohne Scheide. Interessanter seltener unbekannter Degen ? Liebe Grüsse Josef

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Dienstag, 28. Dezember 2010, 20:31

Hallo Josef!
Du verwöhnst uns wieder mit Raritäten!
Zu allererst---so habe ich das auch noch nicht gesehen, also bestimmt selten.. Einerseits schaut der Degen aus wie der "normale" M1849 Grundform, andererseits hat er typische Elemente der Hofdegen, summa summarum hat er was für mich von den Hofdegen--auch wenn ich ihn jetzt keiner konkreten Funktion zuweisen könnte. Obwohl es viele Abweichungen/Varianten des M1849 gab, dieser da geht mir persönlich über die "normalen" Abweichungen hinaus...
Drittens hat er die bestimmt sehr seltene Adaptierung des Stichblattes mit dem letzten -gemeinsamen-Wappen vom Oktober 1915, die sicher einem Naheverhältnis einer der Schaltstellen der ehem. Monarchie und damit verbunden einem gewissen Zwang zur Änderung entsprang, also auch Hofstaat möglich. Es war nicht unüblich, dass manchmal der 1849er im Hofstaat verwendet wurde, auch dann, wenn ein anderer Degen möglich gewesen wäre (oft hatten Inhaber Doppelfunktionen im Hofstaat--selber Degen, wechselnde Uniform..). Vielleicht war um 1915 kein anderer Degen verfügbar (Krieg usw.) und man auf eine "politisch korrekte" und aktualisierte 1849er Form zurückgriff. Wäre gespannt, was unsere Forumsmitglieder noch so dazu meinen...
Wirklich interessantes Stück, das muss ich dir lassen....
mlG Gerhard
A.E.I.O.U.

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Dienstag, 28. Dezember 2010, 20:46

Liebe Sammlerfreunde Josef und Gerhard!!!

Ich habe bereits meine Stellungnahme abgegeben ;( :( ;(-
Österreich / Ungarischer Beamtendegen?
Entschuldigen Sie bitte für schlechtes Deutsch.


Grüße aus Kroatien

Chombe

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Dienstag, 28. Dezember 2010, 21:10

Hofdegen ?????

Hallo Gerhard, Hallo Chombe,Ich glaube dieser Degen ist eine Neufertigung des letzten Beamtendegens M1917, obwohl es zu dieser Zeit nur mehr den Beamtensäbel gab.Die Griffkappe ,der gedrillte Ms-Drahtgriff und der untere Griffring ,auch das Stichblatt weicht vom M 1849 ab,sind anders gefertigt.
Auch die Halbrundkopfschraube ist ungewöhnlich.Das ganze Gefäss ist noch
sehr schön Feuervergoldet und 100% original.Grüsse Josef

5

Mittwoch, 29. Dezember 2010, 19:03

Liebe Freunde!
Das ist natürlich aufgrund der wirklichen "Ausgefallenheit" leider auch eine (schlechtere) Möglichkeit, eine neuzeitliche "Schöpfung" mit alten Teilen, dazu hilft am Besten, wenn man das Objekt selbst in der Hand hält...;( ;(
mlG Gerhard
P.S.: Schön ist er aber trotzdem....;)
A.E.I.O.U.

6

Mittwoch, 29. Dezember 2010, 19:40

Hallo Gerhard,Ich meinte eigentlich mit Neufertigung, das die Gussteile um 1917 neu gefertigt sind,da sie von dem Mil.Rechnungs-Kontrollbeamtendegen
M1848 erheblich abweichen,der Degen ist gesamt eine Arbeit um 1916- 18
Grüsse Josef

7

Donnerstag, 30. Dezember 2010, 18:23

Alles klar, Josef, jetzt verstehe ich, das war dann ein echtes Missverständnis...
Ich habe geglaubt, du selbst hättest Zweifel an der Echtheit gehabt (weil du den Degen besser kennst und quasi "in der Hand halten" kannst) wegen unpassender Teile (Stichwort "Schraube";) oder falschem nachträglichen Zusammenbaues. Natürlich schauen für mich die Gussteile alt und von damals (also noch von während der Monarchie) aus.
mlG Gerhard
A.E.I.O.U.