Sie sind nicht angemeldet.

1

Dienstag, 24. Januar 2012, 16:32

Hilfe zur Identifikation

Hallo Kann mir jemand sagen um welche Modelle es hierbei handelt? Besten Dank für die Hilfe.

2

Dienstag, 24. Januar 2012, 17:22

RE: Hilfe zur Identifikation

hallo
da hast du aber drei sehr schöne "besetecke", respekt.

das erste müsste ein faschinenmesser 16 mit einem 1889-92 (sog. radfahrerbajonett) als beiwaffe.

bei dem zweiten besteck handelt es sich entweder um ein artilleriefaschinenmesser 1852 (dann ist die klinge zweischneidig) oder um ein geniefaschienenmesser 1842/52 (dann ist die klinge einschneidig und weist einen sägeschliff auf.) in kombination mit einem bajonett 1863 oder 1871.

ganz rechts befindet sich ein weidmesser ordonanz 1842/52 mit einem klemmbajonett für einen feldstutzer.

mfg

3

Dienstag, 24. Januar 2012, 18:07

RE: Hilfe zur Identifikation

Hallo,

siehe auch hier:

Klick
Klick
Klick

In meiner Artikelserie über die schweizer Seitengewehre von 1878 bis 1957, zu finden in den DWJ Ausgaben 12/2011 und 01/2012 finden sich weiterführende Informationen, vor allem zum Stichbajonett 1892.

Sammlergruß
Sebastian Thiem

4

Mittwoch, 25. Januar 2012, 13:39

Hallo

Danke für die schnelle Hilfe. Bin halt im Bereich Blankwaffen ein Anfänger.

Leider sind die Stücke im Moment noch nicht mein. Ich ziehe aber in Erwägung diese Exemplare von einem Sammler zu kaufen wenn der Preis stimmit.

Die zwei Geniefaschinenmesser 1878 A und B Version mit Stichbajonett
sind auch noch mit im Angebot.

Muss mal schauen ob ich die zwei interessanten DWJ Artikel auftreiben kann.

DWJ Ausgabe 12-2011
S.70 Blankwaffen; Schweizer Säbelbajonette von 1878 bis 1945, Teil 1


DWJ Ausgabe 01-2012
S.94 Blankwaffen; Schweizer Dolch- und Stichbajonette 1889 bis 1957, Teil 2

Dragoner

Experte für Schweiz

Beiträge: 382

Wohnort: Confoederatio Helvetica

  • Nachricht senden

5

Donnerstag, 26. Januar 2012, 04:59

Hallo

Das Besteck auf dem 1. Bild, das mit dem 1916er Faschinenmesser ist
gefriemelt!!! Es gab definitiv KEINE solche Faschinenmesser mit einer Zweitwaffe als Besteck. Diese Faschinenmesser sind nur als Koprsmaterial ausgegeben worden und nicht als persönliche Waffen. Zudem würde das schwarze Leder des 'Frosches' nicht zum Besteck passen. Ab ca 1896 wurde naturbraunes Leder dafür verwendet. Diese Faschinenmesser sind interessant und selten und kosten daher schon ein hübsches Sümmchen.

Beim 2. scheint auch nicht alles koscher zu sein. Es schaut auf dem Foto aus, als sei die Lasche zwischen Bajonett und Faschinemesser ersetzt worde. Die Scheide vom Bajonett sieht ebenfalls irgendwie 'neuwertig' aus. Der Frosch scheint mir von derOrd. 1862 zu sein.

Also schau dir alle Stücke genaustens an bevor sie du kaufst! Oder mach gute Fotos von den Fröschen (Scheidetaschen) den Waffen und Stempelungen und stell sie nochmal ins Forum. Du kannst bei diesen Stücken viel Geld ausgeben und vorallem sehr viel Lehrgeld bezahlen! Und es ist leider so: wo eine Gurke ist, sind auch noch andere!

Hier noch etwas:

"Gotthard- / Pionier Besteck"




Gruss: Dragoner
Wer früher stirbt, ist länger tot.

6

Samstag, 7. April 2012, 22:37

Faschinenmesser 1916

Hallo Dragoner

deinen Ausführungen über die Tragtaschen zum Faschinenmesser 1916 und die Nichtverwendung von Doppeltragtaschen mit Stichbajonett beim Faschinenmesser 1916 stimme ich aufgrund von Beobachtungen zu. Ich habe in meinem Sammlung einige Faschinenmesser 1916, Stücke aus Neuhausen und Modelle aus Solingen mit den charakteristischen vorstehenden Griffnieten. Ich ging bisher davon aus, dass diese Ordonnanz während des ersten Weltkrieges aus Mangel an Messing entstanden ist. Anstelle von Messing wurde als Griffmaterial auf Holz und Eisen ausgewichen. Leider konnte ich trotz intensivem Suchen nirgends Quellen über dieses Modell und seinen Einsatz finden. Deine Bemerkung, es sei als Korpsmaterial verwendet worden, finde ich sehr interessant. Kannst du darüber genauere Angaben machen und kannst du eventuell sogar Quellen angeben?

Dragoner

Experte für Schweiz

Beiträge: 382

Wohnort: Confoederatio Helvetica

  • Nachricht senden

7

Dienstag, 17. April 2012, 18:47

Hallo Schmide39

Deine erwähnte Version betreffend des Messingmangels ist mir auch geläufig und durchaus plausiebel. Es gibt ja einige Anpassungen während der Kriegsjahre auf Ausrüstung / Blankwaffen. Ich habe leider keine Beweise für meine These! Und unglücklicherweise hat mir ein freundlicher Erdenbewohner einen verfl..... Virus auf meine alten Rechner geschickt. Ich hatte da einige, weinig Fotos von Soldaten /(Gebirgstruppen) in der Ord. 1898 die Dolchbajonette trugen und auf den Tornistern/Tragreffen waren oben quer drüber Faschinenmesser der ord 1916 aufgeschnallt. Leider kann ich nicht mehr auf diese zurückgreifen....

Nun denn: Mein Interesse ist geweckt! Versuchen wir doch gemeinsam dieses Geheimnis zu lüften! Bitte teile uns doch die Seriennummer und die Hersteller deiner 1916er mit. Ich versuche aller Inof habhaft zu werden, deren ich kann.


Dragoner
Wer früher stirbt, ist länger tot.

8

Sonntag, 22. April 2012, 20:24

Sieben Faschinenmesser Eidg. Ord. 1916. Seriennummern und Hersteller

Hallo Dragoner,

alle sieben Faschinenmesser 1916 weisen an der Klingenwurzel den Eidg. Kontrollstempel auf.

von E. & f. HÖRSTER stammen drei Exemplare mit hervorstehender Nietung: N° 54811 (1917); N° 50242 (1916); N° 55179 (1917). Die Scheiden sind nicht bezeichnet.

vier weitere Objekte stammen von der WAFFENFABRIK NEUHAUSEN. N° 48333 (19)16 - Scheide S.I.G. 16; N°48353 (19)16 - Scheide S.I.G. 16; N° 49037 (19)16 - Scheide S.I.G 16; N° 50944 - Scheide ohne Jahrzahl.