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Sonntag, 16. März 2014, 22:28

Bebut M1907

Hallo liebe Sammlerkollegen ,

als "Einstand" hier im Forum, wollte ich euch einen Bebut M 1907 zeigen.

Hergestellt von der Waffenfabrik Ischewsk ( Stempel Pfeil und Bogen )
2. Version, mit Messingring am Griff
Herstellungsjahr ca. 1911/12 bis 1917
Gesamtlänge ohne Scheide ..... 59,0 cm
Klingenlänge ...................... 43,7 cm
Klingenbreite ..................... 3,7 cm
Klingendicke ...................... 6,5 cm
Gewicht ohne Scheide .......... 500 gramm
Gewicht mit Scheide ............ 721 gramm
Griff schwarz lackiert
Scheide aus Holz, schwarz beschichtet (gummiert? )

Kann jemand die Truppenstempel identifizieren ?

Ich gehe mal zu 90% davon aus das der Bebut echt ist und keine Fälschung.

Hier noch die Rechercheergebnisse zum Thema Bebut. Bitte ergänzt oder berichtigt meine Infos.

Die erste Version wurde von 1907 bis 1910 / -11 produziert, hatte keinen Messingring am Griff und keine Unterlagscheiben an den Griffnieten.
Die zweite Version wurde offiziell bis 1917 produziert und war darüberhinaus im Gebrauch.
Im Internet habe ich auf russichen Seiten Abbildungen eines Bebuts mit eisernen Griffringen und Datumsstempeln 1919 gefunden, inwieweit er echt ist kann ich nicht sagen.

Die Bebuts wurden von 3 Waffenfabriken produziert
- Zlatoust
- Ischewsk
- Artinsk

Die Griffschalen wurden schwarz lackiert oder natur belassen.

1907 wurde der Bebut bei Polizeieinheiten eingeführt
1908 bei Maschinengewehrmannschaften
1909 bei der Artillerie, außer berittene und Gebirgsartillerie
1910 bei Pionieren

Die Klingen der in Zlatoust und Artinsk gefertigten Bebuts waren mit Fabrikstempel, Abnahmemarken und Jahresangabe versehen, die Griffringe und Scheiden mit Truppenstempeln.
Bei den in Ischewsk gefertigten Bebuts fehlt die Jahresangabe.
Warum ? Gute Frage, aber die Lösung scheitert bis jetzt noch an meinen fehlenden Russichkenntnissen.Diverse Übersetzugsprogramme liefern so kryptische Übersetzungen wie "Ursprünglich von der Methode angenommen bestand
otkovke Klingen staledelatelnym Tiegelstahlwerk und später in der
Waffenfabrik, um die endgültige Form verarbeiten." ?( ?( ?(
Hier, http://istmat.info/node/25871,
"11. August 1914 -
Der Bericht der Leiter der technischen Einrichtungen Artillerie AA
Jakimowicz Chef GAU D. Kuzmin-Karavayev Reise Izhevsk Waffenfabrik und
staledelatelnogo"

findet man einen Absatz über die "Stahldolche Bebutov", nach allem was ich mir bisher zusammenreimen kann gab es Qualitätsprobleme bei der Fertigung.
Ursprünglich wurden die Dolche aus Tiegelstahl ? geschmiedet. Dann
wurde auf Walzstahl nach dem Siemens-Martin verfahren umgestellt.
Von 1912 bis 1914 wurden etwa 34000 Stück mit "Schmieden von Tiegelstahl" und etwa 14000 Stück von "Walzstahl" hergestellt.

Kann jemand den Text korrekt übersetzen und etwas Licht ins Dunkel bringen ?

Jetzt noch ein paar Bilder.
Die Stempel wurden mit 4facher Vergrößerung fotographiert.

Viele Grüße
Claus

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Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »claus« (16. März 2014, 22:43)


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Montag, 17. März 2014, 18:08

Ich glaube das Du es ganz korrekt uebersetzt hast, die technologische verfahren sind da beschrieben, wie auch die Missproduktion von beiden verfahren, dabei wird noch von mehreren Stahl materiallen besprochen, ich bin aber kein Experte in Sachen stahl.
am scheide koennte 35. Upravlenie. 63 Artilerijskoj Brigade sein, Staab des 63 Artillerie Brigade waffe nr.35. Wenn ich korekt bin, diese sind fuer 2.linie gebaut nach dem 1914 kriegsausbruch.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »AndyBl« (17. März 2014, 18:23)


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Mittwoch, 19. März 2014, 20:11

Hallo claus,

das ist ein prima informativer Beitrag zum Thema russ. Bebut.
Was könnten die römische II (oder so ähnlich) in der Nähe der Hersteller-Stempel bedeuten?

Gruß, Hans

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Mittwoch, 19. März 2014, 22:15

Hallo Hans,

vielen Dank. Zum Thema Bebut sind noch viele Fragen offen, aber der Spürhund ist geweckt. ;)
Die Zeichen neben dem Hersteller-Stempel sind wahrscheinlich die Abnahmestempel.
Bei den Zlatoust Bebuts findet man ein A als Abnahmestempel, der Anfangsbuchstabe des Nachnahmens ( Alekseeva ).

Viele Grüße
Claus

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »claus« (19. März 2014, 22:34)


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Donnerstag, 20. März 2014, 09:02

Es koennte sich um P in azbuka handeln, was fuer Abnahme oder der name von Inspektor sein kann.

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Sonntag, 30. März 2014, 20:50

Hallo Claus,
Noch eine Frage, wie ist der Herstellerstempel der Waffenfabrik Artinsk?
Gruß, Hans

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Mittwoch, 2. April 2014, 21:01

Hallo Hans,
du bekommst eine Nachricht.
Gruß Claus