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Dienstag, 27. Dezember 2016, 19:38

Schweizer Säbel eidg. Ordonnanz M 1867, berittene Mannschaft

Nach österr. Vorbild. Symmetrisches, muldenförmiges Stichblatt mit sechs Lochdurchbrüchen. Angeschraubte Leder-Fingerstrippe. Ganze Griffkappe mit abgeflachter und quergerillter Daumenauflage. Gerippte Holzgriff-Hülse mit schwarzem Lederüberzug. Rückenklinge mit beidseitiger Hohlbahn. Auf 20 mm langer Fehlschärfe aussen eingeschlagen "J.G. NEUHAUSEN". Darunter Zahl "17738" und Datierung "94" (1894) zusammen mit Schweizer Kreuz im Kreis. Stahlblech-Scheide mit zwei Ringbändern, einem beweglichem Tragering unten und Einhak-Öse innen auf oberem Ringband.

Gesamtlänge.....................1.055 mm
Säbellänge........................1.025 mm
Klingenlänge........................875 mm
Klingenbreite (max.)................31 mm

Gruss
blankhans
»blankhans« hat folgendes Bild angehängt:
  • Z.jpg

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Donnerstag, 29. Dezember 2016, 15:04

Hallo Blankhans, danke für den Beitrag. Der Säbel für Berittene Mannschaft wurde grösstenteils aus Solingen bezogen. Erst als die S.I.G (schweizerische Industriegesellschaft) in Neuhausen zur Produktion der Vetterli Säbelbajonette mit den entsprechenden Maschinen ausgerüstet war, konnte sie auch Säbel produzieren. Zum Mannschaftssäbel 1867 gibt es vier Scheidentypen. Die abgebildete Scheide ist die dritte Variante. Eine vierte Variante folgte mit der Einführung der Säbeltragart 1896. Für diese Tragart wurden aber nur Scheiden angeschafft. Nach Einführung der Ordonnanz 1896 wurden Säbel der Ordonnanz 1867 in grosser Anzahl aufgefrischt, mit neuen Scheiden (mit nur einem kombinierten Ring-Ösenband) ausgerüstet. Diese Säbel wurden nach 1896 an die Fahrer abgegeben. Fahrer nannt man in der Schweiz die Trainsoldaten, die vom Sattel mehrspännige Gespanne (Kanonen, Caissons, schwere Fourgons) usw. lenkten.
Du hast ja schon einmal den Anfang gemacht. Vielen Dank, ich werde im Neuen Jahr alle Modelle der Ordonnanz 1867 vorstellen.

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Donnerstag, 29. Dezember 2016, 18:02

Schweizer Säbel eidg. Ordonnanz M 1867, berittene Mannschaft

Ich freue mich schon darauf.

Gruss
blankhans

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Mittwoch, 21. März 2018, 23:50

Ordonnanz 1867, Säbel für berittene Mannschaften

Gesamtlänge: 1023 mm
Klingenlänge: 870 mm
Klingenbreite: 31 mm
Länge Scheide: 901 mm

Hersteller: F. Hörster, Solingen
Seriennummer 7783, Herstellungsjahr 1884

Ursprüngliches Scheidemodell mit 2 Ringbändern mit beweglichen Ringen,
Abstand 88 mm respektive 320 mm vom Scheidenmund.

Fingerschlaufe fehlt, desgleichen die Schraube des Haltfedereinsatzes an der Scheide.
»joehau« hat folgende Bilder angehängt:
  • Ord.1867 beritt.Mannsch. F.HORSTER a.jpg
  • Ord.1867 beritt.Mannsch. F.HORSTER b.jpg
  • Ord.1867 beritt.Mannsch. F.HORSTER f.jpg
  • Ord.1867 beritt.Mannsch. F.HORSTER h.jpg
  • Ord.1867 beritt.Mannsch. F.HORSTER k.jpg
  • Ord.1867 beritt.Mannsch. F.HORSTER l.jpg
  • Ord.1867 beritt.Mannsch. F.HORSTER nn.jpg
  • Ord.1867 beritt.Mannsch. F.HORSTER m.jpg
  • Ord.1867 beritt.Mannsch. F.HORSTER o.jpg

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Mittwoch, 21. März 2018, 23:57

W & C in Frakturschrift

Auf dem Schleppblech befindet sich links ein Stempel W & C in Frakturschrift.

Als Herstellerzeichen ist mir so ein Stempel nicht bekannt.
Was könnte das sein ?

Gruss Jörg
»joehau« hat folgendes Bild angehängt:
  • Ord.1867 beritt.Mannsch. F.HORSTER q.jpg

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »joehau« (22. März 2018, 00:12)


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Sonntag, 25. März 2018, 16:24

Hallo Joehau, die allerersten Säbel für berittene Mannschaft wurden von Wester & Co Solingen geliefert. Die Säbel haben leicht andere Griffe mit einer Schnurunterwicklung, was dann 20 Rippen auf dem Griffleder ergibt. Die Scheiden all dieser Säbel sind genauso wie bei deinem mit W & C in Rundenschrift bezeichnet, das bedeutet wahr scheinlich Wester & Co Solingen. Vor 1875 trugen diese Säbel keine eindenössische Waffennummer. Ich nehme somit an, dass deine Scheide aus Fertigung Wester & Co stammen. Bei diesem Säbelmodell sind die Scheiden austauschbar.

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Sonntag, 25. März 2018, 20:02

Ja, anscheinend ist die Scheide deutlich älter als der Säbel von 1884.
Es ist der erste Typ mit zwei Ringbändern im Abstand von 88 mm
respektive 320 mm vom Scheidenmund ohne Tragöse am oberen Ring.

Wester & Co. war ja ein führender Blankwaffenhersteller um 1850,
aber W&C in Frakturschrift ist mir noch nicht begegnet, könnte aber
durchaus zutreffen.

Gruss Jörg

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Montag, 26. März 2018, 13:58

Hallo joehau
unter google findest du unter wester & co solingen einen Cavalry saber, Model 1860, Wester & Co. mit dem gleichen Firmenlogo auf der Klinge wie auf dem Schlepper deiner Scheide.

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Dienstag, 3. April 2018, 07:11

W & C in Frakturschrift

Hallo joehau, geschätzter Jörg, vielen Dank für die Anregung. Erst nach Konsultation meines Sammlungverzeichnisses ist mir eingefallen, dass sich ein Säbel mit entsprechend beschrifteter Klinge in meiner Sammlung befindet. Es handelt sich um einen Säbel für Artillerieoffiziere der Ordonnanz 1852. Die Säbel der Artillerieoffiziere hatten kürzere Klingen, im vorliegenden Fall beträgt die Klingenlänge 83,5 cm.

Der Säbel ist an der Wurzel terzseitig beschriftet mit Wester & Co., quartseitig findet sich in Frakturschrift W & C
»schmiede39« hat folgende Bilder angehängt:
  • 92-00, ricardo, W+C 010.JPG
  • 92-00, ricardo, W+C 011.JPG
  • 92-00, ricardo, W+C 012.JPG
»schmiede39« hat folgende Datei angehängt:

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