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Freitag, 7. Oktober 2016, 22:34

Säbel der russischen Grenadiere Modell 1770

Zwölf Tage dauerte der Zug von General Suworow im Jahre 1799 über die Pässe Gotthard, Kinzig, Pragel und Panixer. Suworow galt als unbesiegbar, doch auf seinem letzten Feldzug durch die Schweizer Alpen ging alles schief. Die Armee bestand anfänglich aus etwa 21'000 Mann mit schwerer Ausrüstung auf Saumtieren. Ein grosser Teil des schweren Materials musste unterwegs zurückgelassen werden, 4'000 Mann starben bei Scharmützeln mit den Franzosen oder stürzten im Gebirge ab.

In diesen wirren Zeiten hat niemand russisches Material gesammelt und katalogisiert. So kann der genaue Fundort dieser beiden Grenadiersäbel nicht zurückverfolgt werden. Beide Säbel sind fast genau gleich. Klingenlänge 64,5 und 65 cm, mit flachen Hohlkehlen. Der Griff ist auf der Aussenseite spiralförmig gerillt, innen glatt. Eiförmiger Griffknauf mit Vernietknäufchen. Der Bügel geht in ein herzförmiges Stichblatt über. Das Parierstangenende ist flach und darauf ist terzseitig der zaristische Adler eingeschlagen.

Ein identischer Säbel lagerte im Museum des Kantons Schwyz. Vor einigen Jahren besuchte Präsident Medwedew die Gedenkstätte in von Suworow in der Schöllenenschlucht. An einem offiziellen Empfang hat ihm der Kanton Schwyz ihren Grenadiersäbel geschenkt.
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Samstag, 8. Oktober 2016, 07:50

Endlich zeigt mal jemand russische Waffen ausführlich und mit guter Hintergrundinformation. Zwar gib es genügend Literatur dazu, aber russische Bücher sind im allgemeinen wegen der Sprache, vielmehr aber noch wegen der Schrift für die Allermeisten nicht lesbar und daher unnütz. Weiter so, ich schätze Deine Mühe sehr.... :)
corrado26

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Samstag, 29. Juli 2017, 11:28

Grenadier

Ja Klasse!!!

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Heute, 19:40

Säbel der russischen Grenadiere. Gut erhaltenes Fundstück

Lange habe ich in der Schweiz nach einem Säbel der Grenadiere Suworovs gesucht, der vollständig und gut erhalten ist und keine zerhauene Klinge aufweist. Fündig geworden bin ich an einer Waffenbörse im Zürcher Oberland. Die Punzen sind etwas anders als bei den oben vorgestellten Säbeln. Auf der Klinge befindet sich das Monogramm E.A.II. (Zarin Katharina II. Alexejewna) und die Jahreszahl 1792(?). Das Wort in russicher Schrift heisst die "Tula", das ist die Waffenfabrik. Zur Zeit des Feldzugs Suworovs war die Zarin schon verstorben. Ob es sich um die ursprünglische Scheide handelt, kann ich nicht beurteilen. Grenadiersäbel verbrauchten während ihrem Einsatz in einer Armee etwa drei Scheiden.
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