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Sonntag, 27. März 2016, 12:15

Franz. Infanterie-Säbel AN XI "Briquet"

Datiert 1815. Messing-Bügelgefäss aus einem Stück gegossen. Eingeschlagene Abnahmemarken auf Bügel-Aussenseite. Volle Rückenklinge am Klingenkopf aussen mit drei Abnahmemarken. Geätzte Rückenbeschriftung "Manufre Rle du Klingenthal Xbre 1815". Geschwärzte Lederscheide mit Messingmontur.

Gesamtlänge.......................760 mm
Säbellänge..........................740 mm
Klingenlänge........................595 mm
Klingenbreite (max.)................35 mm

Gruss
blankhans
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2

Sonntag, 27. März 2016, 12:22

Datiert 1812. Abnahmemarken auf Gefäss und Klinge. Rückenätzung in Schreibschrift "Mfture Imple Du Klingenthal Decembre 1812". Lederscheide mit anhängendem Trageriemen.

Gesamtlänge....................750 mm
Säbellänge.......................730 mm
Klingenlänge.....................590 mm
Klingenbreite (max.).............36 mm

Gruss
blankhans
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3

Sonntag, 27. März 2016, 12:30

Ebenfalls 1812 datiert. Rückenätzung auf Klinge "Mfture Imple Du Klingenthal Octobre 1812". Alte, aber wohl einmal ergänzte Lederscheide mit Tragetasche.

Gesamtlänge.......................770 mm
Säbellänge..........................730 mm
Klingenlänge........................590 mm
Klingenbreite (max.)................37 mm

Gruss
blankhans
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4

Sonntag, 27. März 2016, 12:38

Zivile Fertigung. Messing-Bügel gestempelt mit Zahl "6107" und "11E L ON". Rückenklinge auf Fehlschärfe innen mit runder Abnahmemarke. Auf Aussenseite gestempelt "Joestt". Scheiden-Mundblech innen gestempelt "34".

Gesamtlänge......................755 mm
Säbellänge.........................740 mm
Klingenlänge.......................600 mm
Klingenbreite (max.)...............37 mm

Gruss
blankhans
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5

Sonntag, 27. März 2016, 21:58

Säbel der Marine-Infanterie. Auf Messing-Bügel aussen drei verputzte Abnahmemarken und auf Parierstange eingeschlagene, kleine Ankermarke. Unter Klingen-Fehlschärfe aussen noch eine erkennbare Abnahmemarke vorhanden. Leicht verputzte Rückenätzung "Manufre Rale du Klingenthal Obre 1827 - S.a." (steht für experimentelle Versuche mit einer Stahlangel). Munblech der Lederscheide ebenfalls wieder mit kleiner Ankermarke.

Gesamtlänge...................755 mm
Säbellänge......................735 mm
Klingenlänge....................595 mm
Klingenbreite (max.)............36 mm

Gruss
blankhans
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6

Dienstag, 12. April 2016, 22:06

Datiert 1816. Griffbügel innen gestempelt "VERSAILLES" und Abnahmemarke. Auf Parierstange innen "V 1123" und auf Endknopf "B" eingeschlagen. Auf der verputzten Klinge aussen nur noch eine Abnahmemarke zu erkennen. Auch die Rückensignatur ist nur teilweise lesbar "Manufre Rle------Janvier 1816". Lederscheide mit Messing-Montur.

Gesamtlänge..................755 mm
Säbellänge.....................725 mm
Klingenlänge...................585 mm
Klingenbreite (max.)...........36 mm

Gruss
blankhans
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7

Samstag, 4. Februar 2017, 20:27

Ein rätselhaft gestempeltes Stück. Auf Gefässbügel innen zwei kleine Abnahmemarken und Zahl "97". Parierstange oben eingeschlagen "1837" unter Buchstabe "V". Unterseite kleiner Stempel in Form von Vogel-Flügeln. Klingen-Fehlschärfe aussen "Nolte" und innen "Remscheid mit kleiner Marke. Scheide ohne Marken.

Gesamtlänge....................750 mm
Säbellänge.......................740 mm
Klingenlänge.....................595 mm
Klingenbreite (max.).............36 mm

Gruss
blankhans
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8

Mittwoch, 8. März 2017, 15:51

Das Gefäss weist die üblichen franz. Abnahmemarken aus. Die Klinge weicht jedoch vom offiziellen Muster ab. Es handelt sich dabei um eine Rückenklinge mit beidseitiger Hohlbahn und einer 8 mm langen Fehlschärfe. Die geschwärzte Lederscheide entspricht wieder dem Standard. Spuren von Überarbeitung sind nicht zu erkennen.

Gesamtlänge...................775 mm
Säbellänge......................755 mm
Klingenlänge....................625 mm
Klingebreite (max.)..............34 mm

Gruss
blankhans
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9

Donnerstag, 9. März 2017, 07:57

Hallo Blankhans, vielen Dank für die Präsentation dieser letzten beiden interessanten Varianten

Säbel 1837 mit V.
Solche Säbel wurden nachweislich vom Kanton Luzern in Frankreich beordert. Sie wurden mit Jahreszahl und V am genau gleichen Ort am Griff abgestempelt. Alle mir bekannten Luzern Briquets mit V 1837 haben aber zusätzlich noch auf dem Luzerner Bügel die Kantonspunze eingeschlagen: Wappen Luzern mit links davon L und rechts davon U. Woher stammen diese Luzerner Säbel? Es gibt Säbel, die sind auf der Klinge signiert mit HENRAUX-JNE. Henraux Frères und später Henraux (Jeune) betrieben in Paris von etwa 1809-1840 ein Klingengeschäft. Die Firma unterhielt auch ein Depot von Solingen der Firma H & R Bo(é)ker Remscheid. Das könnte die Aufschrift Remscheid auf deinem Säbel erklären. Weiter gibt es Säbel mit C. P & C Châllaut... Das sind Säbel aus Produktion Châtellerault, die Abkürzung ist die Angabe der Firma, also der Unternehmer, die Châtellerault geführt haben. Die Abkürzung bedeutet: CREUZÉ, PROA & Cie. Es ist anzunehmen, dass Luzern die Säbel von einem französischen Lieferanten bezogen hat, der seinerseits die Säbel von verschiedenen Herstellern bezogen hat.

Briquet mit beidseitigen Hohlbahnen.
Die Abnahmemarken auf dem Griff deines Säbels sind nicht die üblichen französischen Abnahmemarken. Die Abnahmemarken für französische Blankwaffen sind ganz genau nach offiziellen Richtlinien gesetzt und bekannt. Bei deiner Markierung handelt es sich um Abnahmestempel von Kingenthal (CF = Coulaux Frères) für den Handel mit Blankwaffen ausserhalb dem französischen Beschaffungskreis für die Armee Frankreichs. Zur Zeit der Produktion dieses Säbels konnte Klingenthal keine Mannschafts-Säbel mehr an die französiche Armee liefern. In der Schweiz haben jedoch verschiedene Kantone für Mannschaft oder Unteroffiziere Briquets mit Hohlbahn-Klingen beschafft. Meist hat jedoch Solingen geliefert. Der Kanton Schwyz hat nach 1818 Briquets aus Klingenthal bezogen, allerdings nicht mit Hohlbahnklingen sondern mit Keilklingen.

Die vielen Varianten an Briquets in der Schweiz sind so zu erklären, dass der Briquetsäbel 1818 als Ordonnanzsäbel eingeführt wurde. Dieses Modell entsprach schon bei der Einführung in verschiedenen Kantonen nicht dem Eidgnössischen Mustermodell. In der langen Zeit zwischen 1818 und 1852 haben die Kantone neue Briquetsäbel angeschafft, die dem jeweiligen Produktionssstand in Solingen, Klingenthal oder Châtellerault entsprachen.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »schmiede39« (10. März 2017, 11:13)


10

Donnerstag, 9. März 2017, 17:48

Vielen herzlichen Dank für diese Information. Wer denkt schon bei "Remscheid" an Schweizer Blankwaffen.

Gruss
blankhans

11

Donnerstag, 11. Januar 2018, 21:18

In Sachsen weiter verwendet. Messing-Bügelgefäss mit drei verputzten franz. Abnahmemarken. Auf Stichblatt-Innenseite sächs. Truppenstempel "103.L.I.3.49." (Kgl. Sächs. 4. Landwehr-Infanterie-Regiment, 3. Kompanie, Waffe Nr. 3). Auf dem Klingenrücken noch schwach erkennbare Ätzung der Manufaktur Klingenthal zusammen mit dem Datum 1812. Ergänzte franz. Lederscheide.

Gesamtlänge....................760 mm
Säbellänge.......................720 mm
Klingenlänge.....................580 mm
Klingenbreite (max.).............35 mm

Gruss
blankhans
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