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1

Dienstag, 16. Januar 2007, 15:57

Unbekannte Blankwaffe

Kann mir jemand mit diesem Stück weiterhelfen? Es entspricht in den Abmessung etwa den franz. Gardesäbeln der Zimmerleute aus der Zeit um 1800.

Gesamtlänge 940 mm
Klingenlänge 730 mm
Klingenbreite 52 mm

Gruss
blankhans

2

Dienstag, 16. Januar 2007, 16:00

RE: Unbekannte Blankwaffe

Leider ist die Mittelspitze nicht mit abgebildet. Hier noch die mir unbekannte Klingenmarke, die unterhalb der Parierstange auf der Terzseite zu erkennen ist.

Gruss
blankhans

3

Dienstag, 16. Januar 2007, 16:16

RE: Unbekannte Blankwaffe

Hier nochmals das komplette Stück mit Spitze.

Gruss
blankhans

4

Dienstag, 16. Januar 2007, 19:50

RE: Unbekannte Blankwaffe

Hallo blankhans,

ich bin zwar ein Anfänger aber für mich sieht das Stück aus als wurde es zusammengebastelt. Ich denke hier hat ein guter Messermacher oder ein geschickter Handwerker aus einer originalen Klinge einen Hirschfänger gebastelt. Denn der Griff, finde ich, ist für diese Klinge zu klein und unhandlich.

Gruß
Anfaenger
Sammlergrüße
Anfänger

5

Mittwoch, 17. Januar 2007, 09:22

RE: Unbekannte Blankwaffe

An einen Zusammenbau habe ich auch schon gedacht. Bin mir aber nicht ganz sicher, da Parierstange und Gefäss ähnlich wie bei den frühen Faschinenmessern, recht stabil miteinander verbunden sind.

Gruss
blankhans

6

Mittwoch, 31. Januar 2007, 09:55

Hallo,
da ist sicherlich gebastel, die Proportionen passen in keinster Weise und die Griffkappe ist ebenfalls definitiv späteren Datums.
Aber die Klinge ist klasse!
Grüße
Widder

7

Mittwoch, 31. Januar 2007, 09:58

RE: Unbekannte Blankwaffe

...die Klingenmarke deutet auf Peter Küll, Solingen um 1850 hin. Also wohl nichst französisches.
Grüße
Widder

8

Mittwoch, 31. Januar 2007, 11:15

RE: Unbekannte Blankwaffe

Hallo Widder,

danke für Deine Anmerkungen. Die Klinge ist wirklich gut. Was ich allerdings nicht verstehe ist die Krümmung der ausgeschmiedeten Angel. Zum Sägen nun wirklich nicht so gut geeignet. Wegen der Klingenmarke von Peter Küll schaue ich noch nach weiteren Informationen.

Nochmals vielen Dank!
Gruss
blankhans

9

Mittwoch, 31. Januar 2007, 13:35

Hallo,
die Angel wurde sicherlich bei der späteren Verwendung umgeschmiedet und dem Horn angepasst. Von der Parierstange her könnte es ein Abreit aus dem Hsitorismus sein.
Bei der Säge ist mir noch aufgefalllen, daß die Zähne nicht regelmäßig sind, sondern teilweise anderer Winkel aufweisen (evtl. täusht da aber auch das Foto)
Peter Küll hatte relativ viele Logos, aber der Totenkopf mit Zackenmund ohne irgendwelche anderen Zusätze deutet auf das Jahr 1840 hin.
Viele grüße
Widder

10

Mittwoch, 31. Januar 2007, 17:43

Das mit der Klingenmarkle von Peter Küll war ein echt heisser Tip. Es könnte hinkommen.

Nur zur Information:

Die breitgeschmiedete Angel ist mit zwei aufgelegten Horngriffstücken versehen worden. Das Griffstück kann bequem mit zwei Händen umfasst werden.

Die Sägezähne sind nicht regelmässig geformt, sondern geschränkt. Sie sind abwechselnd in einem unterschiedlichen Wiinkel zurechtgefeilt, sonst könnte man nicht damit sägen. Das brachte mich ja auf den Gedanken, dass dieses Stück oder zumindest die Klinge eventuell doch echt sein könnte.

Die Form der Parierstange mit dem kleinen Klingenbügel entspricht den Jagdschwertern aus der Zeit um 1600. Das triff auch für die Abmessung zu.

Gruss
blankhans

11

Donnerstag, 1. Februar 2007, 08:35

Hallo,
da mit der Schränkung ist klar, ich meinte die unterschiedliche Tiefe der Sägezähne, die ja teilweise in die Hohlkehlbahn reichen. Schön ist das Stück auf jeden Fall, ich denke einfach nur, daß es nicht aus dem 17.Jhdt ist, was der Sache keine Abbruch tut. Und da ich Blankwaffen mit Sägerücken sammele, macht das die Sache doppelt spannend...
Viele Grüße
Widder

12

Donnerstag, 1. Februar 2007, 15:20

Schon klar, dass es nicht 17. Jahrhundert ist. Ich meinte ja nur die Form der Parierstange mit dem Klingenbügel entspricht den Stücken aus dieser Zeit. Kann sein, dass ich morgen schon etwas mehr über dieses Stück erfahre.

Gruss
blankhans

13

Freitag, 2. Februar 2007, 13:54

Hallo Widder,

habe heute mit dem Hersteller sprechen können. Bei dem Stück handelt es sich um ein frühes Werk von ihm, ca. 20 Jahre alt. Daher auch die unglücklichen Proportionen. Würde er heute besser machen. Die Klinge wurde von ihm übrigens aus einer alten Wagenfeder hergestellt.

Gruss
blankhans

14

Freitag, 2. Februar 2007, 14:34

Zitat

Original von blankhans
Hallo Widder,

habe heute mit dem Hersteller sprechen können. Bei dem Stück handelt es sich um ein frühes Werk von ihm, ca. 20 Jahre alt. Daher auch die unglücklichen Proportionen. Würde er heute besser machen. Die Klinge wurde von ihm übrigens aus einer alten Wagenfeder hergestellt.

Gruss
blankhans


??? Habe ich richtig verstanden - das Teil ist nur 20 Jahre alt und hat mit Küll nichts zu tun?
Tu ne cede malis, sed contra audentior ito!

15

Freitag, 2. Februar 2007, 18:24

Hallo,
mein Erstaunen teil ich mit le Hussard - 20 Jahre??? Das ist ja unglaublich, so kannman sich auf Bilder täuschen! Wo hast Du ihn denn aufgetrieben? Und wie bist Du auf ihn gekommen.
Das ist wirklich sehr interessant jetzt.
Viele grüße
Widder

16

Samstag, 3. Februar 2007, 19:59

Das Teil habe ich zusammen mit einem weiteren Nachbau eines alten Schwertes von Privat gekauft. Dieser hatte einen sehr schönen, alten Freimaurer-Dolch aus dem frühen 19. Jahrhundert und ich musste alle drei Teile zusammen abnehmen. Auf diese Art und Weise kommt man dann an solche Stücke.

Den Hersteller kenne ich eigentlich schon recht lange und mir ist auch bekannt, dass er alte Dolche und Schwerter aus dem Mittelalter anfertigt. Ab und zu hat er aber auch echte Blankwaffen aus dem 19. Jahrhundert. Also habe ich ihn eiinfach einmal darauf angesprochen und er hat seine Arbeit auch sofort wieder erkannt. Er hat mir auch erzählt, dass die von ihm gebauten alten Waffen, die er als Nachbauten zu humanen Preisen verkauft, teilweise in Museen und auch bei anderen Händlern und auf Auktionen als echte Stücke wieder auftauchen.

Die Sägezähne hat er mit der Flex (sagt mir nicht so viel) eingeschnitten und mit der Feile fein bearbeitet. Wäre die Arbeit eines Nachmittags gewesen. Im Verkauf verlangt er für solche Stücke heute etwa 500,- bis 900,- Euro, je nach Arbeitsaufwand.

Gruss
blankhans

Gruss
blankhans

Waffenmeister

unregistriert

17

Samstag, 3. Februar 2007, 20:20

Zitat

Original von blankhans
Die Sägezähne hat er mit der Flex (sagt mir nicht so viel) eingeschnitten und mit der Feile fein bearbeitet. Wäre die Arbeit eines Nachmittags gewesen.


Hallo Blankhans. Mit "Flex" ist ein Winkelschleifer gemeint. Anhand der Bilder sieht die "Arbeit" recht interessant aus.
Könnte man als "späten Historismus" bezeichnen.

Gruss WM

18

Samstag, 3. Februar 2007, 21:02

Danke für die Info.

Gruss
Dieter