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1

Dienstag, 26. Juni 2007, 20:22

Bitte um Hilfe Alter Säbel

Habe heute diesen säbel bekommen kan aber ihn garnicht zuordnen Alter? Herkunft? Militärisch? Er ist 87cm lang die klinge ist 73cm lang und 4cm breit die scheide ist aus holz mit metal beschläge.
Wäre über jede hilfe dankbar.Auf der scheide sind noch die buchstaben OLE zu erkennen
grüsse alex
a.kugel

2

Dienstag, 26. Juni 2007, 20:25

RE: Bitte um Hilfe Alter Säbel

noch mehr bilder
a.kugel

3

Dienstag, 26. Juni 2007, 20:26

RE: Bitte um Hilfe Alter Säbel

bilder die letzte
a.kugel

4

Mittwoch, 27. Juni 2007, 09:52

Schwierig--
Auf Grund des Griffstückes wäre eine erste Einschätzung: englisch, Mitte 19. Jahrhundert, evtl schottisch wg der Disteln.
Auf Grund der Länge(Kürze) Infantrie-wobei die Scheide für diese Zeit sehr ungewöhnlich ist--die Klingenform wg der großen Pfeilhöhe auch.
Evtl Miliz/privat beschaffte Waffe?
Ist die Scheide original dazu gehörig? Oder einfach "sitzt, passt, könnte da rein gehört haben"?

Größere, vor allem hellere Bilder wären hilfreich.

MfG
Peter

5

Mittwoch, 27. Juni 2007, 09:52

Hallo,

der Griff und der Korb sieht für mich englisch aus, allerdings habe ich in der mir bekannten Literatur noch nie so eine Zusammenstellung gesehen. Mit großer Wahrscheinlichkeit wurde der Säbel aus mehreren Teilen zusammengebaut. Die wuchtige Klinge erinnert mich sehr an die österreichischen Madonnensäbelklingen, die weitervererbt wurden.
Trotzdem ein recht interessantes Stück. Sind auf der Klinge Stempel oder Gravuren (bis auf die Verzierungen) erkennbar?

Mfg aus Wien

Michael
"Für Ehre und Pflicht bis Herz und Klinge bricht"

Bin auf der Suche nach gut erhaltenen, österreichischen Mannschaftssäbeln, besonders den Modellen M1850 und M1858.

6

Mittwoch, 27. Juni 2007, 11:34

bessere bilder

Danke für die antworten,die scheide denke ich gehört zu der klinge sie passt sehr gut und stimmt genau von der länge krümmung breite das gefäss wackelt leicht aber die abdrücke von der klinge stimmen überein stempel habe ich keine gefunden die ätzung ist sehr stark abgerieben man kan erkennen das ein schrieftzug in der hohlkehle war im vorraus vielen dank für weitere hilfen.
grüsse alex
a.kugel

7

Mittwoch, 27. Juni 2007, 16:55

RE: bessere bilder

Das Gefäss sieht im Gegensatz zu Klinge und Scheide etwas jünger aus.
Eventuell könnte es sich um einen Säbel für die East India Company handeln. Von der Form her ähnelt das Gefäss dem Off.-Säbel M 1857 der Royal Engineers.

Gruss
blankhans

8

Mittwoch, 27. Juni 2007, 18:53

RE: bessere bilder

hallo Sammlerfreunde,
würde hier auch sagen, englischer Griff. Klinge und Scheide aus Indien oder arabischer Raum ( engl. Kolonien )
Gruß
Rothbarsch

9

Donnerstag, 28. Juni 2007, 07:24

Guten Morgen,

Da sind ja schon gute Ansätze dabei. Hier die Aufklärung.

Es handelt sich in der Tat um einen englischen Säbel aus dem 19. Jahrhundert. Das Gefäß ist ganz einwandfrei dorthin einzuordnen und um den Zusammenbau mit der wuchtigen Klinge zu verstehen, muss man wissen, dass es die Briten in Indien mit schweren Blankwaffen wie dem tulwar oder pata zu tun hatten. Die eher „fimschigen“ Regulation Pattern Swords der britischen Armee nach den Napoleonischen Kriegen konnten es mit diesen Schwergewichten nicht aufnehmen. Daher ließen sich viele Briten alte Klingen, oft aus dem 18. Jahrhundert, in ihre vorschriftsmäßigen Gefäße einziehen. Besonders beliebt waren die Klingen des 1796 Pattern Light Cavalry Sword, die in etwa der Klinge des Blücher-Säbel entsprechen. Aber man war ja weit weg von zu Hausse und da wurden eben die Klingen aufgebraucht, die gerade da waren. Da die Scheiden aus Metal der hohen Luftfeuchtigkeit und der Regenzeit in Indien ausgesetzt waren, rosteten sie schnell und wurden meistens gegen Scheiden aus Holz und Schweineleder ausgetauscht, die den Witterungsverhältnissen seht viel besser standhielten und oft bis heute überdauert haben. Um genau solch einen Zusammenbau handelt es sich hier.

Vorschriften hierzu sind mir nicht bekannt. In britischen Sammlungen und Museen finden sich viele Beispiele, aber mir ist kein Fachartikel bekannt, der sich mit diesen Waffen beschäftigt und auch der Grossteil der englischen Bücher schweigt sich über diese Waffen aus. Obwohl es hier sicher zig Variationen gibt ist es ein hochinteressantes Sammelgebiet.

Glückwunsch zu dieser schönen und sehr „pragmatischen“ Blankwaffe, die die Geschichte der britischen Armee in Indien widerspiegelt.

Grüße aus London!

10

Donnerstag, 28. Juni 2007, 11:36

Hallo
Vielen Dank für die Hilfe Hätte nicht gedacht das ich eine so genaue beschreibung bekomme einfach toll.
beste grüsse alex
a.kugel