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1

Donnerstag, 26. Juli 2007, 18:41

Unbekannter Säbel

Hallo
Ich bin Neu in diesem Forum und habe auch gleich eine Frage.
In meiner Sammlung befindet sich seit einiger Zeit dieser Säbel.
Eigentlich alles deutsche Komponenten aus denen er zusammengebaut ist.In meiner Fachliteratur kann ich ein solches Stück nicht finden.
Damastklinge mit Schör und beschriftung Eisehauer Damaststahl.
Welches Modell und aus der Zeit ???

2

Donnerstag, 26. Juli 2007, 21:35

RE: Unbekannter Säbel

Zitat

Original von Tassy
Ich bin Neu in diesem Forum und habe auch gleich eine Frage.


Naja, so soll es ja auch sein.

Der Säbel ist schon recht eigenartig. Vergleicht man das einfache Gefäß mit der aufwändigen Klinge, so kommt der Verdacht auf, hier wurde etwas später zusammengestellt. Andererseits macht er auch den Eindruck einer in Solingen hergestellten Exportwaffe. Es gibt diesbezüglich einiges an Varianten, aber leider liegen mir keine Dokumente (Bücher) darüber vor.

Vielleicht lehne ich mich zu weit aus dem Fenster, aber eine Modellbezeichnung wird diese Waffe wohl nicht haben, zumindestens nicht innerhalb der alten deutschen Grenze.

Gruß,
Thomas...

...und wie heißt Du?

.

3

Donnerstag, 26. Juli 2007, 22:19

Säbel??

4

Donnerstag, 26. Juli 2007, 22:25

Zitat

Original von Zieten-Tom
Gruß,
Thomas...

...und wie heißt Du?


Zitat

Original von mario
Säbel??


Meinste? Wäre ein komischer Name 8o

5

Donnerstag, 26. Juli 2007, 22:31

Hallo Tassy!

Erst einmal willkommen hier im Forum!

Wie ist die Klinge mit dem Griff verbunden? Genietet oder geschraubt? Stell doch bitte mal ein Bild ein.
Bis bald
Roland
_______________________________________________________________

Mit schlechten Gesetzen und guten Beamten läßt sich immer noch regieren -
bei schlechten Beamten aber helfen uns die besten Gesetze nichts.
Otto v. Bismarck

6

Donnerstag, 26. Juli 2007, 22:31

das ist ein komischer Name für einen Degen

7

Donnerstag, 26. Juli 2007, 22:37

Naja, Degen würde ich "es" auch nicht nennen.
Vielleicht "Segen" oder "Däbel"? 8)

Bei solchen Teilen scheiden sich ja die Geister. Ich würde behaupten, daß diese Waffe seinerzeit als Säbel und nicht als Degen verkauft wurde. Heute tut man sich da etwas schwerer, bei solchen Bastarden.

Ansonsten, Tassy, sind die Angaben, welche Roland anfragt, wirklich wissenswert. Vielleicht ist es ja wirklich nur eine Bastelarbeit.

Gruß,
Thomas

8

Donnerstag, 26. Juli 2007, 22:56

Sachsen Kavallerie-Degen und Preußen IOD mit glatter Montur fallen mir sofort ein, einmal das Gefäß und einmal die Klinge, bloß das es ebent kein Messing ist, aber das hilft wohl auch nicht weiter. Was mich ein wenig stutzig macht ist, was soll so ein biliges Gefäß auf so einer teuren Klinge?
Gruß Mario

9

Freitag, 27. Juli 2007, 15:53

Hallo
Die Klinge ist von oben wie beim IOD mit einer
Hülse mit Platte verschraubt.
Vieleicht kennt man ja den Klingenschmied
er hat die Klinge mit 6 und KIM gemarkt.

Gruß Tassy

10

Freitag, 27. Juli 2007, 17:07

Hallo,

mir scheint das Stück drei "Väter" zu haben:

- Griffstück und Kappe von einem Eigentums - KD
- übriges Gefäß x- beliebiges Säbelmodell einfachster Ausführung
- eine schöne Klinge Kaiserreich / Preussen ( s. Ätzung ),
welche zu einem Löwenkopfgefäß gehören könnte - oder kommen
evtl. in preuss. IOD bei Eigentumswaffen auch Steckrückenklingen vor ?
Ein sächsisches Modell nach Vermutung von Mario würde ich ausschließen.

Mit freundlichen Grüßen vom Sachsen

11

Samstag, 28. Juli 2007, 07:48

RE: Unbekannter Säbel

Hallo
Tassy

kann mich der Meinung von sachse anschliessen ,es währe schön
die Klingenlänge zu erfahren und Breite.

Klinge Preussen Engl. Steckenrück Extrastück Train/Art.?
ist es echt Damast oder etz. Damast ?
ist leider nicht so zu erkennen.

MFG
degenklink

>>PROVIDENTIAE MEMOR<< DER Vorsehung eingedenk

12

Samstag, 28. Juli 2007, 10:23

Gedanken zur Mittagszeit

Moin!

Lassen wir doch einmal die Bilder wirken. Daß der Degen zusammengestellt wurde, steht außer Frage, und über das Datum dieser Maßnahme sind Äußerungen möglicherweise nur anhand des Realstückes – wenn überhaupt – möglich. Ich lasse jetzt einmal völlig außer Acht, daß das Stück eine willkürliche Zusammenstellung von allen möglichen Teilen nach dem Motto „was können wir denn sonst noch verwenden“ ist. Das Stück erweckt zumindest auf den Bildern einen relativ homogenen Eindruck.

Der Degen ist, oder besser gesagt war, ein privat erworbener und außerdienstlich geführter Kavallerie-Degen (KD) M/89. Klinge, Griff und Scheide untermauern diese These. Wie am abgenutzten Schlepper ersichtlich, wurde der Degen auch geführt. Vermutlich bis 1895, da der zweite Ring noch vorhanden ist.

Zumindest war der damalige Käufer und Träger patriotisch angehaucht. Die Klinge trägt nicht umsonst den Reichsadler. Bevor jetzt die Vermutungen zu den Schutzgebieten oder Ostasien kommen, der Träger kann genausogut in Flensburg stationiert gewesen sein. Wobei ich vom Zeitgeist her eher auf eine in Elsaß-Lothringen garnisonierte Kavallerie-Einheit tippen würde.

Vermutlich wurde nach dieser Dienstzeit der Korb des KD entfernt und unter zu Hilfenahme von Teilen eines Artillerie-Säbels zu einem einfachen Bügelgefäß umgebaut.

An eine weitere Verwendung im militärischen oder zivilen Bereich glaube ich durch den zweiten Ring nicht. Es gibt zwar Bilder von Beamten mit ähnlichen Privatwaffen aus den 20er Jahren, aber dann wäre zumindest der untere Ring entfernt worden. Übrig bliebe dann der Theaterfundus, Bürgerwehr und ähnliches bzw. heutzutage der Bereich Reenactor.

Gruß

ulfberth

13

Samstag, 28. Juli 2007, 16:52

Hallo Ulfbert
Danke für die Info.
Kannst du auch etwas über den Hersteller der Klinge sagen.
Das Kürzel KIM steht für ???

Gruß Tassy

14

Sonntag, 29. Juli 2007, 00:35

KIM

Hallo Tassy,

der Stempel "KIM" ist mir nicht geläufig. Möglicherweise handelt es sich um das Zeichen des Klingenschmieds auf der Angel. Die 6 könnte dann die Sortiernummer sein.

Gruß

ulfberth

15

Montag, 30. Juli 2007, 18:27

Danke für die Info.

Gruß Tassy