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1

Sonntag, 18. Mai 2008, 09:45

Dragonerdegen 1747

Damit hier auch mal ein friderizianisches Stück auftaucht, anbei Bilder des altpreußischen Dragonerpallaschs M 1747.
Gegossenes Tombakgefäß mit quartseitigem Daumenring mit waagerechter Querspange und Adlerkopfknauf. Belederte Hilze mit 19 Windungen einfachen Messingdrahtes. Bikonvexe Klinge, terzseitig mit Adlermarke, quartseitig mit "POTZDAM"-Marke. Zugehörige, belederte Scheide mit Tombakbeschlag und Tragehaken am Mundblech. Am Mundblech quartseitig Markierungsstempel des Kasseler Theaterfundus.
Gesamtlänge 1103mm, Länge ohne Scheide 1081mm, Klingenlänge 923mm, Klingenbreite 37mm
Gruß
corrado26

2

Sonntag, 18. Mai 2008, 22:19

RE: Dragonerdegen 1747

Hallo corrado26,
tolles Stück, speziell an dem Dragonerpallasch kann ich mich nicht sattsehen.
Gruß Hans

3

Sonntag, 18. Mai 2008, 22:27

RE: Dragonerdegen 1747

Zitat

Original von puck
Hallo corrado26,
tolles Stück, speziell an dem Dragonerpallasch kann ich mich nicht sattsehen.
Gruß Hans


Ich schließe mich der Meinung an, wirklich ein sehr schönes Teil.

.
Sammlergrüße
Anfänger

4

Montag, 19. Mai 2008, 14:21

Schönheit liegt bekanntlich im Auge des Betrachters. Eines aber ist sicher: Das ist tatsächlich eine WAFFE, die für den Krieg konzipiert war und auch dementsprechend zur Verwendung kam. Sie ist keinesfalls zu vergleichen mit den Kostümrequisiten des späten 19. Jahrhunderts, die das Wort "Waffe" kaum noch verdient haben.
Gruß
corrado26

5

Montag, 19. Mai 2008, 14:43

Hallo corrado26,

wirklich schönes Stück. Und wenn man sie mal in der Hand hält ganz schön schwer. Könntest Du denn Fotos des Fundusstempels einstellen? Der würde mich einmal interessieren.

Danke,

Infanterieoffizier.
Non soli cedit!

6

Montag, 19. Mai 2008, 15:31

Na klar. Hier kommt das Bild. Allerdings ist anzufügen, dass der "Stempel" nicht gestempelt oder geschlagen, sondern , wenn ich das richtig sehe, recht flach eingraviert wurde. Grund dafür dürfte sein, dass das Messingblech an dieser Stelle für einen Schlagstempel recht dünn ist.
Gruß
corrado26

7

Montag, 19. Mai 2008, 16:09

Was hat es eigentlich mit den Waffen aus dem Kasseler Fundus auf sich? Für wen oder für was wurde dieser Fundus angelegt und welche Waffen wurden dort gelagert?

Gruss
blankhans

8

Montag, 19. Mai 2008, 17:06

Die preußischen Staatstheater besaßen neben dem zivilen in der Regel auch einen militärischen Fundus zur Ausstattung entsprechender Aufführungen.

Nach 1945 wurde von der alliierten Militärverwaltung angeordnet, alle noch bei den diversen Theatern vorhandenen militärischen Requisiten an das Staatstheater Kassel abzuliefern. Dort erhielten die verschiedenen Objekte je nach Gruppenzugehörigkeit die allseits bekannten Stempelungen wie z.B.K:3 IL 21 123, wobei K:3 z.B. für den Fundus Feuerwaffen, „IL“ für Inventar-Liste stand.
Mitte bis Ende der 1950er-Jahre wurde der gesamte Bestand in Unkenntnis des historischen Wertes an Händler und Sammler verschleudert.
Gruß
corrado26

9

Montag, 19. Mai 2008, 18:10

Vielen Dank für die Erläuterungen.

Gruss
blankhans

10

Montag, 5. Oktober 2009, 15:09

auf Wunsch eines einzelnen Herrn hier noch Aufnahmen der Klingenstempel
Gruß
corradi26