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Donnerstag, 5. Juni 2008, 11:37

Infanterie - Unteroffizierssäbel M.1861 Extraausführung

Viele Sammler kennen diesen Säbel auch als „Musikersäbel“, da er auf vielen zeitgenössischen Bildern von Angehörigen der Regimentsmusik getragen wird.


Länge ohne Scheide: 895mm
Klingenlänge:750mm
Klingenbreite:23mm
Scheidenlänge:820mm

2

Samstag, 24. Januar 2009, 09:50

Das ist typische Ausführung mit schmale Klinge und mit Leder überzogene Stahlscheide.
Entschuldigen Sie bitte für schlechtes Deutsch.


Grüße aus Kroatien

Chombe

3

Samstag, 24. Januar 2009, 13:27

Lieber Zlatko, liebe Sammlerfreunde!
Gratulation zu deinem schönen Säbel!! Als Klingenmarke kann ich nur Solingen erkennen?

Ich habe meinen Extra-Säbel M1861 "Musikersäbel" zwar nicht mehr, aber dafür seine ehemaligen Daten, welche da waren:
GL:96,8, LoS: 94 cm, KL: 79 cm KB: 2,4 cm SL: 82,1;Marke Weyersberg u. Co. d.h. um 1914.

Der kuk Infanteriesäbel M1861 wurde nach 1867 (Einführung Hinterladegewehr Werndl) nur mehr von Nicht-Kombttanten geführt. Nach 1878 wurde er von allen zu Militärbehörden, Kommanden und Militärbildungsanstaltenständig abkommandierten UO u. Soldaten geführt, weiters: Soldaten der Monturverwaltungsbranche, des Invalidenversorgungsstandes, die Militärverpflegsmannschaft, Regimentsmusik (daher der Name Musikersäbel für die Extra-Version des InfSM1861), Rechnungsfeldwebel, Waffenmeister, Sanitätsunteroffizier....
Als bestes Beispiel, dass man seitens der trageberechtigten UO u. Soldaten eher eine elegantere Ausgabe als den doch etwas derben und plumpen InfSM1861 tragen wollte, nämlich den dem OffzS M1861 sehr angenäherten und selbst zu beschaffenden, vernickelten Extrasäbel M1861 (Musikersäbel) (mitunter oft mit Lacklederscheide, Fischhautgriff mit Silberdrahtwickelung, und schmale elegante Form) beweist ein
Familienfoto meines Ur-Grossonkels (J.E.) um 1905/07
in einer Wiener Kaserne aufgenommen.
Bild 1 zeigt meinen Ur-Grossonkel (J.E.) --siehe x --als kuk Gefreiten mit dem privat erworbenen
Extrasäbel M1861 (Musikersäbel)
Bild 2 u.3 zeigen die Kameraden mit dem Vorschriftssäbel InfS M1861 sowie den Hauptmann mit dem InfOffzS M1861
Obwohl fast alle Soldaten ein kuk Leistungs-Ehrenabzeichen der kuk Armee tragen, konnte ich das Kommando bzw den Truppenteil noch nicht exakt bestimmen.
Vor allem in der kuk Residenz-u. Hauptstadt konnte man mit dem schweren ärarischen Vorschriftsmodell beim Ausgang natürlich v.a. bei den weiblichen Bewunderinnen nicht glänzen, da mußte schon ein eleganterer Säbel her.....
Das InfS M1861 -Extramodell wurde um 1900 im Handel angeboten als:
--vernickelter Infanterie-extra-Unterofficiers-Säbel --
mit Officiersgefäss, Stahlscheide mit Leder überzogen (Gulden 4,00) oder nur mit Lederscheide (Gulden 3,80).
Nach 1900 gab es ja Kronen, das heisst, man muss die Beträge mit 2 multiplizieren. Im Vergleich dazu war der Vorschriftssäbel InfS M1861 billiger, er kostete nur 3 Gulden in der Herstellung/Verkauf.
mlG
Gerhard
A.E.I.O.U.

4

Samstag, 24. Januar 2009, 14:32

hallo gerhard. wie immer: vielen dank für deine ausführungen. P.S.: könntest du deinen posteingang etwas entleeren, damit man dir eventuell eine PN schicken kann. danke. gruß. r.

5

Samstag, 24. Januar 2009, 14:42

Hallo Reinhard!
Na, sowas auch...---jedenfalls jetzt ist Luft und eine PN sollte möglich sein!
mlG gerhard
A.E.I.O.U.

6

Samstag, 24. Januar 2009, 16:23

Lieber Gerhard!!!

Ich bin wirklich dankbar für alle Gutes was Du für mich stiften.Danke für wunderschöne Familienfoto. Deinen Ur-Grossonkel war sicher ein Mädchen – Herzbrecher ;).
Entschuldigen Sie bitte für schlechtes Deutsch.


Grüße aus Kroatien

Chombe