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1

Sonntag, 28. Dezember 2008, 10:38

k&k Marinesäbel 2

Auch diese Ausführung bzw. Fertigung gefällt mir sehr gut.

Beste Grüße

isonzo

2

Sonntag, 28. Dezember 2008, 11:01

na, was glaubst du, wie mir diese gefallen ? gratuliere. gruß. r.

3

Sonntag, 28. Dezember 2008, 14:44

RE: k&k Marinesäbel 2

Hallo Isonzo!
Auch hier gilt, was ich bei "Marinesäbel 1" meinte (Klingenmarke-welcher Schwertfeger oder welche Firma hat diese herrlichen Klingenätzungen veranlasst?, Maße, Historie, usw.)-denn ohne, daß man das Gefäss näher in Augenschein nehmen kann, ist auch theoretisch das Vorliegen des gegenüber dem Offizierssäbel M1865/71 nahezu identischen Marinebeamtensäbels, der vor Einführung des entsprechenden Degens in Gebrauch war, denkbar. Ich empfehle zum Thema das unter Rubrik "Fachlektüre" von mir vorgestellte Buch des Altmeisters für Blankwaffen im HGM: Dr.Gabriel Erich "Degen, Säbel, Dolche", das sich in erster Linie verständlich und wissenschaftlich mit kuk Marine-Blankwaffen auseinandersetzt.
mlG Gerhard
A.E.I.O.U.

4

Sonntag, 28. Dezember 2008, 15:31

Lieber isonzo,

Das ist Sammlertraum.

Gerhard sagt alles.
Bitte mehr Bilder und Beschreibung!!!!
Entschuldigen Sie bitte für schlechtes Deutsch.


Grüße aus Kroatien

Chombe

5

Montag, 29. Dezember 2008, 00:22

RE: k&k Marinesäbel 2

Hallo isonzo.

Tja, kann mich den Meinungen der anderen Blankwaffenfreunde nur anschliessen, ein Paar mehr Fotos währen angebracht.
Bei den von Dir gezeigten Marinesäbeln kann man sich einfach nicht mit einem Foto begnügen.
Marineexponate, ansich für ein Binnenland wie Österreich ist, von historischem Wert kaum abschätzbar können einfach nicht genug präsentiert werden.
Noch dazu in dem Zustand.

Zeig einfach mehr, in diesem via Internet für uns zugänglich visuellem Forum, von deinen Stücken.

Gruß
Rainer
REGNUM NORICUM

6

Montag, 29. Dezember 2008, 15:08

Der Hersteller ist "Robert Hermes, Solingen". Ein Portepeehaken ist nicht gegeben. Gesamtlänge 88 cm (inkl. Korb und Scheide).

Vielleicht noch eine Randanmerkung zu dem Zustand. Ich bin immer etwas vorsichtig, wenn ein Stück als "neuwertig" bschrieben wird. Aber ich meine, dass bis auf ein paar ganz kleine Altersspuren auf der Scheide, dieses Stück tatsächlich einen solchen Zustand zeigt.

Doppeladlerkorb hat richtiger Weise als Option die Beamtenausführung als gegeben erachtet. Sind eigentlich diese Beamtendegen dieses Modells seltener, als jene der Seeoffiziere?

Auch würde mich interessieren, ob immer ausschließlich beim Erwerb darauf geachtet wurde. Ich frage deswegen, weil ich zwar auch andere Marinesäbel habe, welche den Dorn zeigen, aber eines der beiden von mir gezeigten Stücke stammt definitiv von einem Seeoffizier. War es nicht wie so oft letztlich auch eine Frage der Verfügbarkeit?

Gerne weitere Bilder:

Beste Sammlergrüße

isonzo

P.S: Chombe, bitte entschuldige Dich nicht ob Deiner mangelhaften Sprachkenntnisse. Ich finde es schön, dass Du überhaupt versuchst in Deutsch zu schreiben. Leider kann ich nicht einmal ein Wort auf Kroatisch, dass ist viel schlimmer. Außerdem soll die Sprache für Menschen nie ein Problem sein.
isonzo@aon.at

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »isonzo« (29. Dezember 2008, 15:19)


7

Montag, 29. Dezember 2008, 17:47

Lieber isonzo,

Danke für Deine Geduld und Verständnis ( und natürlich für wunderschöne Bilder ).
Das ist ( ohne Übertreibung ) am bestens k&k Marinebeamtensäbel welcher ich war bis jezt gesehen. GRATULIERE noch einmal und danke fürs zeigen.
Entschuldigen Sie bitte für schlechtes Deutsch.


Grüße aus Kroatien

Chombe

8

Montag, 29. Dezember 2008, 22:57

Hallo Isonzo!
Vielen Dank für deine zusätzlichen Informationen-schliesse mich chombes Meinung über den feinen Zustand deiner Säbel an.
Die zu anderen (Inf, Kav, usw) Säbeln doch kürzere Länge von 88cm ist typisch für Marinesäbel (Bewegungsfreiheit an Bord --enge Kabinen und Durchlässe usw.).
Zum Portepeehaken:
Etwas flapsig ausgedrückt:
die Sache mit den Regeln und Vorschriften bei der Adjustierung der alten Armee in Österreich war diejenige, daß es sich eben nur um Vorschriften handelte, und man es natürlich auch anders machen konnte und natürlich tat d.h. ja, ich teile deine Ansicht mit dem Portepeehaken absolut, daß man das nicht ganz so genau genommen hat und ein Seeoffizier auch durchaus ein Exemplar ohne Portepeedorn getragen hat und diesem Umstand wahrscheinlich sogar wenig Bedeutung beigemessen hat: umgekehrt (bei MilBeamtem mit Offz-Ausführung wars vielleicht in Monarchiezeiten schon sensibler quod libet......und so fort. Der Unterschied ist lediglich ein funktionales kleines Detail und auch schon angesichts des nach aussen kaum wahrnehmbaren Unterschiedes, ob der Dorn jetzt dran ist oder nicht, scheint das kaum geeignet, so sichtbar Standesunterschiede zu dokumentieren. EinSeeoffizier trug ein Portepee, fixierte dieses durch den Dorn und verdeckte diesen quasi gleichzeitig damit.
Daher machte es kaum Umstände, ob beim Seeoffizier ein Dorn dran war oder nicht.
Der Marinebeamte trug zu dieser Zeit vor Einführung des Marinebeamtendegens noch kein Portepee und brauchte auch keinen Haken.
Generell glaube ich, daß die Säbel ohne Haken gesamthin etwas seltener waren.
mlG Gerhard
A.E.I.O.U.

9

Montag, 29. Dezember 2008, 23:16

Guten Abend Doppeladlerkorb,

danke für die Ausführungen.

Vielleicht noch eine Frage, ob der Häufigkeit dieser Klingenverzierungen. Die "klein gehaltenen" Standardätzungen sind mir eigentlich geläufiger im Gegensatz zu dieser - fast über die gesamte Klingenlänge - geheneden Ätzungen. Sind diese viel seltener bzw. läßt sich eine Relation in einer Verhältniszahl abbilden?

Besten DAnk im Voraus.

isonzo
isonzo@aon.at

10

Dienstag, 30. Dezember 2008, 21:05

Hallo Jürgen!
Also mittels einer absoluten mathematischen Verhältniszahl läßt sich das hier wohl kaum festlegen-sagen kann ich dir aus meiner Erfahrung heraus nur in etwa folgendes:
1.) Bei Offz-Blankwaffen der kuk Marine scheint es grundsätzlich usus gewesen zu sein, den allseits bekannten "Anker" und Doppeladler usw." als quasi Minimal-Normverzierung zu verwenden, obwohl ich aber auch schon völlig unverzierte Klingen bei diesem Modell gesehen habe.
2.)bei Blankwaffen um 1900 gelten teilweise andere Kriterien als bei denen um 1800 oder gar früher. Im s.g. industriellen Zeitalter (hier relevant ab ca 1860/70 beginnend) tauchen bei gleichzeitigem Niedergehen des althergebrachten meisterlichen Schwertfegergewerbes - gleichsam firmenmässig industriell oder "halb-konfektionär " angebotene und normierte Standardmuster der Klingenverzierung auf d.h., der Kunde oder kleingewerbliche Abnehmer (zb Weiterverarbeitung von an Uniformierungsanstalten und militärische Ausrüster von zB Solingen angelieferte Klingen oder bereits der Bezug fertig ausgestalteter Klingen durch eben diese) konnte zwischen mehreren Norm-Mustern wählen. So, wie vor ca. 1850, dass die äussere Klingengestaltung individuell handwerklich durch verschiedene, streng zunftmässig getrennt dem Schwertfeger zuarbeitende Meister (Vergolder, Graveure, Ätzer usw.) erfolgte, war es um 1900 allgemein nicht mehr. das hatte natürlich Auswirkung auf den gestalterischen Wert der Verzierungen.
Ausnahmen bestätigen die Regel--dies bedeutet, dass eine Ausgestaltung der Blankwaffe mit künstlerischer individueller Gestaltung abseits der uns bekannten Verzierungsmuster um 1900 natürlich machbar war aber demgemäss vom jeweiligen gefüllten Geldbeutel abhing (weil es ja ein Kundenwunsch abseits der angebotenen Norm war) und das viel seltener und viel wertvoller ist und war-so offensichtlich auch der Fall bei deiner gezeigten Marineblankwaffe.
Abschliessend darf man sagen, dass meiner Meinung nach überhaupt die verzierte kuk (Offiziers-)Blankwaffe zwar (Ausnahme Marine M1850/71 s.o.) um 1900 nicht ungewöhnlich (siehe Ausmusterungsblankwaffen oder welche mit gewünschtem Erinnerungswert) war (hier jetzt ungeachtet des künstlerischen und handwerklichen Aufwandes und Wertes), aber bei weitem nicht die Norm und Regel darstellte. Dies schon gar nicht bei der Mehrzahl der alltäglich gebrauchten Waffen der vielen Dienst tuenden kuk Offiziere.
mlG Gerhard
A.E.I.O.U.