Sie sind nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Blankwaffenforum. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

1

Freitag, 1. Mai 2009, 18:35

Schweizer Kavallerie-Offizier-Degen eidg. Ordonnanz M.1899

Schweizer Kavallerie-Offizier-Degen eidg. Ordonnanz M.1899

Länge ohne Scheide:1005mm
Klingenlänge:860mm
Klingenbreite:24mm
Scheidenlänge:885mm
Entschuldigen Sie bitte für schlechtes Deutsch.


Grüße aus Kroatien

Chombe

2

Freitag, 1. Mai 2009, 18:37

RE: Schweizer Kavallerie-Offizier-Degen eidg. Ordonnanz M.1899

Hersteller: SPEYER BEHM & Co BERN
Baujahr 1901
Länge: III
Entschuldigen Sie bitte für schlechtes Deutsch.


Grüße aus Kroatien

Chombe

Dragoner

Experte für Schweiz

Beiträge: 382

Wohnort: Confoederatio Helvetica

  • Nachricht senden

3

Freitag, 1. Mai 2009, 20:44

RE: Schweizer Kavallerie-Offizier-Degen eidg. Ordonnanz M.1899

Ich sehe das Chombe die römische Ziffer III als Längenangabe erkennt hat. Ein Kenner. Schön, dass die Östereichsammler auch einen kleinen Eidgenossen unter ihrer Kaiserlichen Sammlung dulden.

Dragoner
Wer früher stirbt, ist länger tot.

4

Freitag, 1. Mai 2009, 21:17

RE: Schweizer Kavallerie-Offizier-Degen eidg. Ordonnanz M.1899

Hallo Dragoner !

Danke, aber Du bist verantwortlich für diese Erkenntnis.
Ich habe viel aus Deine ( sehr belehrende ) Beiträge gelernt. ;)
Entschuldigen Sie bitte für schlechtes Deutsch.


Grüße aus Kroatien

Chombe

5

Samstag, 2. Mai 2009, 19:13

Hallo mein Freund Zlatko und hallo Dragoner!

Dazu meine ich: "Her mit den (gar nicht kleinen) Eidgenossen!!!!"
Ich staune, was mein Freund Zlatko so alles in seinem Fundus hat. Toll, dass er sich bei unserem geschätzten Nachbarn so gut auskennt, Respekt!
Ich kenne zwar diesen sehr schönen Säbel (Degen) ,vielleicht spreche ich ihn sogar als Schweizer an, bewundere ihn, aber ich kenne mich nicht aus.
Auffallen tut mir, dass die Korbform sehr an die des KavOffzS M1869 erinnert.
Feiner Beitrag aus meiner Sicht....
mlG Gerhard
A.E.I.O.U.

Dragoner

Experte für Schweiz

Beiträge: 382

Wohnort: Confoederatio Helvetica

  • Nachricht senden

6

Sonntag, 3. Mai 2009, 09:53

Danke für die Blumen Chombe ;-)

Übrigens: Speyer Behm und Co Bern war eine Schneiderei für Offiziersuniformen. Kannte ich als offiziellen Hersteller der Ordonnanzmässigen Stücken nicht. Hingegen von Galadegen schon.

In der Tat, das 67er Offiziers- und Mannschaftsmodell sind sehr stark an Österreichische Modelle angelehnt Die 96er und 99er Modelle sind eine Weiterentwicklung davon. Ebenfalls ist die 1898er und 1916er Uniform an Österreichische Vorbilder angelehnt. Man orientierte sich stehts an siegreiche Nachbarn wie Franzosen, Preussen, Österreicher.

Im übrigen wir das 99er Modell als "Säbel" bezeichnet obwohl es ein Degen ist. Die leichteren und privat angeschafften Gala-Ausführungen hingegen wurden wieder als Galadegen bezeichnet. Irgendwie verwirrend...

Dragoner
Wer früher stirbt, ist länger tot.

7

Sonntag, 3. Mai 2009, 11:37

Galadegen

Hallo Gerhard!!!

Meine Schatulle ist leider nicht so groß, wie ich wollte! Ich bin jedoch zufrieden, weil es hat alles ein wenig. Aber, um Verwirrung zu vermeiden, meine Lieblings-Säbel kommen aus kuk Monarchie.

Hallo Dragoner!!!

Du bist deinen Blumen sicherlich verdient =)! Danke für Fülle von nützlichen Informationen. Ist das SPEYER BEHM & Co BERN Hersteller oder nur Verteiler? Ich weiß für dieses Chaos zwischen Säbel und Degen. Zur Veranschaulichung dieser, ich darstelle meinen Gala-Ausführung Schweizer Kavallerie-Offizier-Degen eidg. Ordonnanz M.1899 ( mit eleganten Korb und interessanten Klingenforme ).

Länge ohne Scheide:935mm
Klingenlänge:790mm
Klingenbreite:20mm
Scheidenlänge:825mm
Entschuldigen Sie bitte für schlechtes Deutsch.


Grüße aus Kroatien

Chombe

8

Sonntag, 3. Mai 2009, 11:38

Hersteller: A C S SOLINGEN
Verteiler : J. H. DIEBOLD & Cie Zürich
Entschuldigen Sie bitte für schlechtes Deutsch.


Grüße aus Kroatien

Chombe

Dragoner

Experte für Schweiz

Beiträge: 382

Wohnort: Confoederatio Helvetica

  • Nachricht senden

9

Sonntag, 3. Mai 2009, 19:55

Werter Chombe,

Also Speyer Behm & Co müsste, wenn keine andere Marke eingeschlagen ist, der Hersteller sein. Bis ca 1916 wurden viele Klingen in Solingen gefertigt. Was dann aber mit der Rohstoffknappheit in Deutschland und anderen Kriegsbedingten Wirren ein Ende fand. Die gängigsten Schweizer Hersteller waren die Waffenfabrik Neuhausen, Waffenfabrik Bern und Uniformenfabrik Bern.

Wenn zwei Hersteller eingeschlagen sind, wie bei deinem Galadegen, ist es zumeist so, dass der Deutsche Hersteller die Klinge lieferte und der "Schweizer" die Veredelungen vornahm. Das heisst vernickeln, vergolden, Klingen ätzen.

Viele Uniformenfabriken / Schneidereien boten das Veredeln von Offizierswaffen, anfertigen von speziellen Säbelgehängen und Schlagbändern und sonstiger Ausrüstung nebenbei an.

Dein gezeigter Galadegen gefällt mir gut. Der Träger scheint ein vermögender Offizier gewesen zu sein anhand der Ätzung. Viele Offiziere trugen nur ein Strahlenkreuz auf ihrer Klinge, andere begnügten sich mit einer vernickelten Klinge. Der Hersteller Alcoso ist eher selten für 99er Säbel und nur bei frühen Stücken zu finden.

Dragoner
Wer früher stirbt, ist länger tot.

10

Sonntag, 3. Mai 2009, 20:23

Hallo Dragoner!!!

Herzlichen Dank für Vielzahl von Informationen. Du verdienst noch mehr Blumen :).
Entschuldigen Sie bitte für schlechtes Deutsch.


Grüße aus Kroatien

Chombe

11

Donnerstag, 24. Dezember 2009, 14:14

RE: Schweizer Kavallerie-Offizier-Degen eidg. Ordonnanz M.1899

Chombe hat da ein sehr schönes frühes Exemplar des letzten schweizerischen Ordonanz-Säbel. Der Ordonanz-Säbel 1899 (Degen mit Säbelkorb) von Speyer Behm und Co Bern ist eine Rarität und gehört wahrscheinlich zu den ersten Stücken der letzten Säbel-Serie 1899 der Schweiz. Deshalb wahrscheinlich keine Serien-Nummer und kein Abnahmestempel (rundes Schweizerkreuz) der KMU. Die ersten Säbel 1899, mit Seriennummern, sind meistens von Hörster, danach nur noch von der SIG. Es gab diesen Offiziersäbel in drei Grössen, III ist die kürzeste Version, ohne Unterschied für berittene und unberittene Offiziere. Die Fw der Kavallerie und Artillerie benutzten ebenfalls diesen Säbel, aber mit dem wollenen Unteroffiziersschlagband.

12

Donnerstag, 24. Dezember 2009, 14:58

RE: Schweizer Kavallerie-Offizier-Degen eidg. Ordonnanz M.1899

Danke t732087!!!

Das ist etwas völlig Neues für mich. Dieser Säbel ( Degen ) gefällt mir jetzt immer mehr und mehr.
Entschuldigen Sie bitte für schlechtes Deutsch.


Grüße aus Kroatien

Chombe

Dragoner

Experte für Schweiz

Beiträge: 382

Wohnort: Confoederatio Helvetica

  • Nachricht senden

13

Samstag, 26. Dezember 2009, 19:40

RE: Schweizer Kavallerie-Offizier-Degen eidg. Ordonnanz M.1899

Hallo t732087,

ich widerspreche nur ungern, aber der von chombe gezeigte Degen ohne Seriennummer ist eine Galaausführung. Deshalb besitzt er keine Nummer! Galasäbel besitzen grundsätzlich auch keine Abnahmestempel der eidg. Armee. Dies hat nichts mit frühen Stücken zu tun.

Ich sammle seit 15 Jahren schweizer Blankwaffen und ich auch habe noch nie einen ordonannzmässigen Säbel ohne Nummer gesehen.

Gerne lasse ich mich aber eines Anderen belehren. Keiner ist allwissend. Falls du im Besitze bist von Literatur, Bilder,etc, deiner dargestellten Fakten, teile uns doch diese bitte mit, damit wir unser Wissen über die eidg. Waffen erweitern können.

gruss: Dragoner
Wer früher stirbt, ist länger tot.

14

Samstag, 26. Dezember 2009, 20:13

Hmmmmm, da bin ich jetzt aber auch als Nachbar gespannt und wissbegierig ......
mlg Gerhard
;) ;)
A.E.I.O.U.

15

Sonntag, 7. Februar 2010, 10:38

RE: Schweizer Kavallerie-Offizier-Degen eidg. Ordonnanz M.1899

Lieber Dragoner

Bei der schweizerischen Armee ist und war schon immer alles möglich und das in allen Kombinationen! Die Offiziere waren in Bezug auf ihre eigene Ausrüstung immer sehr individuell und auch nachlässig...
Es gibt eine ganze Reihe von abgenommen Ordonanzwaffen ohne Nummern: Bei praktisch allen frühen Modellen einer Serie kommt das vor. Auch bei den letzten Degen, den Feldpredigerdegen, gibt es alle Variationen mit und ohne Nummern mit und ohne Abnahmestempel.

Um den Beweis anzutreten: Es handelt sich um einen Ordonnanzsäbel 1899;oder hast Du denn schon einmal einen Galasäbel mit Grössenangaben, I, II oder III gesehen?

Nichts für ungut, ich schätze alle Beiträge es Forums und für mich bist und bleibst Du als der Dagoner, der Kenner in diesem Forum!

Dragoner

Experte für Schweiz

Beiträge: 382

Wohnort: Confoederatio Helvetica

  • Nachricht senden

16

Mittwoch, 10. Februar 2010, 11:41

RE: Schweizer Kavallerie-Offizier-Degen eidg. Ordonnanz M.1899

Werter t732087

das ist mir doch tatsächlich ein Lapsus unterlaufen! Danke für den Hinweis von Dir. Natürlich weisen die Galaausführungen keine Grössenangaben auf.

Und der von Chombe gezeigte 1899er besitzt tatsächlich keine Seriennummer. Da bin ich jetzt ziemlich erstaunt. Dass 1867er teilweise keine Nummern tragen ist mir bekannt, aber von 1899er habe ich dies wirklich noch nie gesehen! Trotz meiner Erfahrung und den Dutzenden 1899er die ich in Händen hatte und auch selber besitze, ist dies wirklich der ERSTE 1899er ohne Nummer.

Feldpredigerdegen ohne Nummer sind hingegen, wie Du selbst berichtest tatsächlich keine Seltenheit.

Dank Deines Hinweises konnten wir alle (insbesondere ich) etwas lernen und unser Wissen einmal mehr erweitern!

Für Deine Honorierung meiner Kenntnisse will ich mich bei Dir ebenfalls bedanken!

Dragoner
Wer früher stirbt, ist länger tot.

17

Mittwoch, 10. Februar 2010, 14:53

Liebe Freunde!

Sie sind hier eine sehr interessante Diskussion eröffnen. Es scheint, dass diese Degen wirklich ist einer der ersten von dieses Modells. Ich habe zwei Fragen für Sie. Was ist die Größe III - Ist es die längste ( wie Dragoner sagt ) oder der kürzeste ( wie t732087 sagt ) ? Ich habe diese Information über den Grössenangaben : I=760mm, II=810mm, III=860mm. Wie selten ist dieses Degen wirklich?
Entschuldigen Sie bitte für schlechtes Deutsch.


Grüße aus Kroatien

Chombe

Dragoner

Experte für Schweiz

Beiträge: 382

Wohnort: Confoederatio Helvetica

  • Nachricht senden

18

Mittwoch, 10. Februar 2010, 15:19

Hallo Chombe,

die "III" ist der längste Säbel. Deine Angaben über die Länge stimmen mit deren meiner Literatur überein.

Wie selten dein gezeigter Säbel ist kann ich Dir leider nicht sagen. Meiner Meinung nach dürften 1899er ohne Seriennummer weniger häufig sein, als solche mit einer Nummer.

Zur Seltenheit allgemein der 1899er kann folgendes gesagt werden. In der Schweiz sind sie noch relativ häufig anzutreffen. Zumeist lassen sich "blanke" (wie Deiner) Säbel finden. Die geschwärzten Säbel sind etwas seltener, sind aber deswegen nicht (unbedingt) teuer im Handel.

Dragoner
Wer früher stirbt, ist länger tot.

19

Mittwoch, 10. Februar 2010, 15:27

Danke Dragoner !!!

Das war schnell :P.
Entschuldigen Sie bitte für schlechtes Deutsch.


Grüße aus Kroatien

Chombe

20

Samstag, 13. Februar 2010, 14:07

Für Dragoner und Chombe

Lieber Dragoner
Lieber Chombe

Damit Dragoner einen weiteren 1899er ohne Nummer sieht und für Chombe die Diskussion weitergeht...