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1

Montag, 18. Januar 2010, 16:32

unbekannter Säbel mit Messingkorb

Österreich Unbekannter Säbel mit Messingkorb. Ausgesägter Ms- Korb mit Doppeladler Klingenlänge 74 cm Breite 28m/m Beidseitig mit Hohlkehle, an der Spitze zwei Hohlkehle, vernickelt. Mit Scheide um 1861, Bitte um Eure Hilfe. Grüsse Josef

2

Montag, 18. Januar 2010, 19:11

Hallo az2009 !!!

Wieder eine sehr interessante Säbel mit Messingkorb :P. Ich glaube das ist eine seltene Variante Offiziers-Extrasäbel M.1850, und das ist ohne Zweifel ein wunderschönes Stück. Besonders interessante ich finde die außergewöhnliche Klinge und kleine Dimension. Wer ist Hersteller? Senden bitte bessere Fotos von Klinge und Marken.
Entschuldigen Sie bitte für schlechtes Deutsch.


Grüße aus Kroatien

Chombe

3

Montag, 18. Januar 2010, 19:26

Hallo chombe
Klinge blank, ohne Hersteller,ohne Marken.
Grüsse Josef

4

Dienstag, 19. Januar 2010, 08:15

Hallo Josef
Wie Zlatko bereits erwähnt hat, bin ich auch der Ansicht, daß es sich um einen KavOffzS M50 handelt, wobei aber der Deoppeladler und die Griffkappe, soweit ich weiß, von der normierten Fassung abweichen.

Schönes Stück.

Servus

Alex

5

Dienstag, 19. Januar 2010, 18:50

Lieber Josef!
Ich würde ihn trotzdem unter das Muster Kavallerieoffizierssäbel M1850 in Extraausführung einordnen wollen. Leider zeigst du uns die zugehörige Scheide nicht, nehme aber an, es ist eine nach dem Muster M61.
Ein wirklich sehr schöner Doppeladlerkorb in handwerklicher Fertigung (ausgesägt, daher wertvoller als spätere M69 ua), die Griffkappe weicht von der kk Vorschrift adJ 1855 tatsächlich etwas ab und erinnert an Württembergisches...
Tasächlich ungewöhnlich für österr. Kav.Säbel um diese Zeit ist das verwendete Material Messing für den Korb, das bei den Normsäbel der Zeit eigentlich nicht vorkommt, --und ich auch noch nicht an diesem Muster i.U. zum KavOffzs M61 gesehen habe. Dieses läßt zwei Überlegungen zu:
1.) Verwendung analog beschrieben in:
Reitersäbel M1861 in Messing ?
Ich weiss von Abbildungen, dass M1850 OffzS auch in Mexiko von den ehem. kuk Offz verwendet worden sind. Dieser Säbel könnte nach 1867 wieder in der kuk Armee angelangt, als erinnerung weitergeführt worden sein, kann aber hier nur eine Vermutung sein...
2.) der Korb war ehemals vernickelt und die Vernickelung ist ab--glaube ich weniger, da zumindest in den frühen 1850igern die OffzS noch nicht vernickelt waren, eher gegen Ende zB M1858 oder eine nachträgliche Vernickelung nach 1860, dann ergäbe aber das Messing keinen Sinn.
Gelbmetallkörbe gab es ansonsten bei den österr. Hegedüssäbeln der Zwischenkriegszeit, die dann übervernickelt wurden oder Degen, die danach versilbert oder vernickelt wurden ziehe:
Offiziers-Extrasäbel M1904 mit Hegedüskorb
Säbel für Angehörige des k.k. Freiwilligen Automobilkorps

Jedenfalls für mich ein wertvoller seltener Säbel, dafür spricht die offenbar ältere interessante Klinge, leider sieht man zuwenig.
mlG Gerhard
A.E.I.O.U.

6

Sonntag, 24. Januar 2010, 08:56

Gefäss, Messing mit Feuervergoldung,Klinge blank, ohne Hersteller.
Scheide wie 1861 vernickelt, passt genau zur Klinge.
Grüsse Josef

7

Sonntag, 24. Januar 2010, 18:31

Ja, danke Josef, für die weiteren Bilder. Bleibe bei meiner o.a. Meinung zum Säbel, jedoch glaube ich, dass die gesamte Scheide
später nicht nur adaptiert, sondern komplett neu um 1861/70 zum Säbel ergänzt worden ist--dafür spricht auch das Mundstück.
Wie auch immer--ein seltenes Gustostück!
mlG Gerhard
A.E.I.O.U.