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1

Dienstag, 1. Mai 2012, 10:32

Schweizer Faschinenmesser

Guten Morgen - möchte Euch gerne meine Neuerwerbungen von der Waffenbörse in Ciney /Belgien zeigen. Gotthardbesteck mit Mod. 78, Neuhausen, BJ. 85 und 1889/92 -iger ,sowie ein 1842/52 ,gefertigt von Wester &Co. mit Topklinge. Kann mir jemand was zum (Kantons-)Stempel sagen ?

Schönen Maifeiertag wünscht highpower625
Highpower625

2

Dienstag, 1. Mai 2012, 14:08

Hallo Martin,

den Kantonsstempel kann ich leider nicht erkennen.

Ist ein 1885 auf dem Faschinenmesser Ord. 1878, steht dies für das Ausgabejahr, nicht für das Fertigungsjahr. Habe die schweizerischen Waffenstempel u.a in einem Zweiteiler bearbeitet, welcher in den DWJ Ausgaben 12/2011 sowie 01/2012 zu finden ist U.U interessant für dich, wenn du den Fokus auf schweizerische Stücke richtest.

Sammlergruß
Sebastian Th.

3

Dienstag, 1. Mai 2012, 14:28

Schweizer Faschinenmesser

Hallo Sebastion.

Das mit dem Ausgabejahr war mir nicht bekannt. Danke! Das Wappen kann ich nicht besser abfotografieren. Ist je Hälfte ein nach rechts zeigender Schlüssel und ein halber nach links zeigender Adler - müsste somit Genf sein, oder ?

Dein DWJ- Artikel war klasse und hat mich in vielen Dingen nach vorn gebracht !

Gruß Martin
Highpower625

4

Dienstag, 1. Mai 2012, 14:34

Hallo Martin,

herzlichen Dank für die Rückmeldung. Hatte glaube ich im ersten Teil auch das mit den Ausgabejahren drin, muss ich selber geschwind nachsehen.

Das Wappen, so wie von dir beschrieben, ist das Genfer.


Sammlergruß
Sebastian Th.

5

Dienstag, 1. Mai 2012, 14:45

Schweizer Faschinenmesser

Hallo Sebastian.

Danke für die Bestätigung. Das 1889/92-iger aus dem "Besteck" ist das zweite von mir aus folgendem Nummernkreis: dieses hat die Nr. 1137xx und mein zweites 1153xx .Kannst Du mir die ungefähre Ausgabezeit nennen ?

Gruß Martin
Highpower625

6

Dienstag, 1. Mai 2012, 14:52

Beide Stichbajonette tragen die Nummern von Karabinern 1911, welche 1923 gefertigt wurden. Die Ausgabe erfolgte also 1923 bzw. danach. Genaueres lässt sich bei der Zuordnung der Nummern nicht sagen.

PS: du kannst die Stücknummern von Bajonetten und Seitengewehren ruhig ausschreiben, dieses "nur halbe Nummern" schreiben macht man i.d.R. bei EWB Schusswaffen.

Sammlergruß
Sebastian TH.

7

Dienstag, 1. Mai 2012, 15:18

Danke für die schnelle Information !

Nummern : Macht der Gewohnheit - werde mich bessern ! :rolleyes:

Gruß Martin
Highpower625

Dragoner

Experte für Schweiz

Beiträge: 377

Wohnort: Confoederatio Helvetica

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8

Dienstag, 1. Mai 2012, 23:14

Da war jemand schneller mit antworten :D

Schöne Stücke, die du da erworben hast! Die Gotthardbestecke haben schon ihren Reiz.

Alles richtig was geschrieben wurde, kann ich nicht viel ergänzen dazu. Dein gezeigtes Besteck hat einen schönen naturbraunen Frosch (Tragtasche). Dieser dürfte also nach 1898/99 ausgegeben worden sein. Ab da etwa (so genau, weiss man es nicht, die Quellen widersprechenn sich da etwas) wurde das Leder der Frösche nicht mehr geschwärzt.

Anhand der Nummer (ergo Ausgabejahr des Stichbajonettes) wurde dieses wahrscheinlich im Besteck mal ergänzt. Was aber selbstverständlicherweise den Wert und den Zauber deines Stückes keinesfalls mindert! Nur bin ich erstaunt über die hohen Nummern deiner Stichbajonette. Also über das Ausgabejahr 1923.....

Ich persönlich habe kein Stichbajonett bei mir in der Sammlung welches eine 6 Stellige Nummer aufweist. Ich habe 3 bis max. 5 stelligige. Die höchste Nummer bei mir ist 92502 und gehört zu einem Infanteriegewehr 1889, welches 1892 hergestellt wurde. Bei einem Karabiner 1911 wäre es dann 1920, aber das kann ja ausgeschlossen werden.

Gemäss meiner Kenntnis wurden die Stichbajonette nur bis +/- Ende des ersten Weltkriegs ausgegeben und auch getragen. Nach Kriegsende dann eingezogen. Grund: keine Ahnung... 'man' munkelt Genferkonvention oder so was... ?( Diese Theorie konnte ich leider noch nicht Hieb und Stichfest bestätigen. Jedoch habe ich auf Fotos noch keinen Soldaten mit Stahlhelm (1918 eingeführt) oder in Uniform der Ord. 1926 (1926 eingeführt) der gleichzeitig ein Stichbajonett trägt gesehen. Auch habe ich bis jetzt noch kein Foto gesehen welches nach 1918 datiert ist und einen Soldaten MIT Stichbajonett (oder Besteck) zeigt. Das will aber auch gar nix heissen. Ist kein Beweis für diese Theorie und ich bin ja auch nicht die allwissende Müllhalde....

Jedenfalls wurde keines meiner Bajonette in meiner Sammlung inkl Bestecken (8 Stück) anhand der Nummer NACH 1918 hergestellt, egal welches Gewehrmodell ausser oben erwähntes, dies jedoch kann ausgeschlossen werden da es, wie erwähnt, von einem 1889er Gewehr stammt.

Jedenfalls passen grundsätzlich Bajonette vom Karabiner Ord. 1911 und den zu Karabinern 1911 abgeänderten Gewehren Ord. 1911 nicht auf die Infanteriegewehre 1889, Gewehre 1889/96, und 1889/96/11. Die Gewehre 1911 sollten gemäss meiner Literatur gar keine Stichbajonette gehabt haben (da ja grundsätzlich nur von Füsilieren getragen, die keine Stichbajonette hatten). Will heissen: die Karabiner 1911 und die dazu umgeänderten Modelle haben einen dünneren Lauf als die Infanteriegewehre 1889, 1889/96, 1889/96/11,1911). Ergo haben die Bajonette von Karabinern 1911 den kleineren Laufringdurchmesser. Ein Bajonett eines 1889er Gewehrs 'hat Spiel' auf einem Karabiner 1911.

Nun jetzt das peinlliche: ich kann leider die Innendurchmesser der Laufringer der Bajonette nicht messen, da ichh meine Schiebelehre irgeendwo verlegt habe. (BITTE Sebastian, vielleicht hast du ja noch die Masse irgendwo rumliegen?)

@highpower625 Miss mal deine Laufringe zu vergleichszwecken, das wird sicher meehr licht ins dunkel bringen.

ABER vielleicht weiss jemand mehr wegen dieser Geschichte. Insebsondere wegen der hohen Nummern. Oder vielleicht hat ja eine User des Forums noch weitere Stücke in der sammlung mit so hohen Nummern.

PS: Rechtschreibfehler möge man mir verzeihen zu dieser späten Stunde)

Gruss: Dragoner
Wer früher stirbt, ist länger tot.

Dragoner

Experte für Schweiz

Beiträge: 377

Wohnort: Confoederatio Helvetica

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9

Dienstag, 1. Mai 2012, 23:41

Da mir das Ganze keine Ruhe gelassen hat und ich gewusst habe, dass irgendwo etwas im Forum noch sein musste....hier der Link:

http://www.blankwaffenforum.de/index.php…6012&highlight=

ABER was mir vorher nicht aufgefallen ist und total übersehen (Asche auf mein Haupt) habe und eine Korrektur event. nötig macht: deine Bajonette könnten von Infanteriegewehren 1889 stammen! Weil Gewehr Nr. 1137xx wurde 1892 hergestellt und Gewehr Nr. 1153xx wurde 1893 hergestellt. Also musst du nur noch den Laufring messen. Bei einem Mass von 15mm müssten es dann frühe Stücke zum 1889er gewehr sein und nicht 1920er Jahre.

Dragoner
Wer früher stirbt, ist länger tot.

10

Mittwoch, 2. Mai 2012, 04:07

Servus Peter,


da hast du recht, bin selber bei den Nummern von einem 14er Ring ausgegangen, man hätte vor der Hand einmal Messen müssen.

Wobei ich auch ein Stück in der Sammlung habe, dass eine 6 Stellige Nummer hat und einen 14er Ringdurchmesser aufweist. Nummer ist 123845.

Sammlergruß
Sebastian Th.

11

Mittwoch, 2. Mai 2012, 12:10

Hallo Dragoner ,Hallo Sebastian.

Die Sache mit der Schieblehre hat mich ins schwitzen gebracht. Bei meiner war die Batterie leer - hab aber nach geraumer suche noch ne alte `von Mauser im Keller gefunden. Ergebnis : Beide Ringdurchmesser betragen 15 mm. Der Frosch ist datiert 1914. So bin ich doch Dank Eurer Mithilfe wieder ein großes Stück nach vorn gekommen.

Klasse und Danke !!!

Martin
Highpower625

12

Mittwoch, 2. Mai 2012, 18:48

Dann ist die Sache einwandfrei geklärt. 15er Ring und die Nummer ist dann, wie der Peter schon angeführt hat, def. Gew. 89.

Das Messen des Ringes ist bei diesen Stücken zwangsläufig nötig, habe das deshalb auch im Text in o.a Veröffentlichung expl. erwähnt. Denn bei den Stücken kann es zu den nun zum Vorschein gekommenen Überschneidungen der Seriennummernblöcke kommen.

Sammlergruß
Sebastian Th.

13

Mittwoch, 2. Mai 2012, 19:16

Hallo zusammen
habe noch eine Ergänzung anzufühgen. das abgebildete Wappen, Schlüssel und Adler, ist das Wappen des Kanton Genf, glaube niergends diese Antwort gelesen zu haben. smile
Wünsche schönen Abend
gruss chregu

14

Mittwoch, 2. Mai 2012, 19:36

Stammtisch

1.000 Dank für die Informationen !

Möchte aber auch auf die Option >STAMMTISCH< verweisen. Vielleicht besteht da auch die Möglichkeit sich beim "trockenen Roten etc." mal vor Ort in einer Schänke etc. zu treffen .

Gruß Martin
Highpower625

15

Freitag, 4. Mai 2012, 20:47

Verschiedene Klingenlängen Stichbajonett 1892/00

1951 hat Fridolin Böckli das dreibändige Manuskript "Waffen und Kriegsgeräte des Landes Glarus" beendet. Fridolin Böckli war Zeugwart des Kantons Glarus. Nach seinen Angaben ist die Klinge des Stichbajonetts zum Gewehr 1889 gemessen von der Spitze bis zum Niveau Ring ortswärts 40 cm. Die Stichbajonette für das Kurzgewehr 1900 und den Karbainer 11 dagegen seien nur 39,5 cm lang.

In meiner Sammlung habe ich lauter Stichbajonette mit Ringdurchmesser 14 und der von Böckli angegebenen Länge 39,5 cm (plus minus ein bis zwei mm). Ich habe drei Bajonette mit dreistelligen Nummern: 113591, 113059, 113060. Da alle Ringdurchmesser 14 aufweisen, müssten die Stichbajonette bis 1922/23 abgegeben worden sein.

Überprüft doch bitte einmal eure Stichbajonett zum Gewehr 1889 bezüglich ihrer Länge. Es wäre ja schon sehr spannend, wenn es zwei verschiedene Längen gäbe.

16

Freitag, 4. Mai 2012, 23:14

Glück auf , Schmiede -

Nr.113709 ist genau 400 mm,Nr. 115380 sind 394/95 mm.

Hoffe ,die Antwort bringt uns Suchende weiter
Highpower625

17

Samstag, 5. Mai 2012, 08:17

Hallo zusammen,

werde auch mal messen. Der Unterschied von lediglich einem halben Zentimeter ist mir jodoch etwas zu "wenig" um von zwei Verschiedenen "Varianten" zu sprechen. Ein halber Zentimeter ist m.M noch im Bereich Fertigungstolleranz angesiedet oder es wurde bei früheren Stücken die Umarbeitung anders vorgenommen, sodass dieser halbe Zentimeter mehr/ weniger, zustande kam.

Praktisch bringt ein halber Zentimeter mehr oder weniger Klingenlänge ja kaum etwas. Würde sagen, wenn diese Regel bestätigt wird, dann müsste von einer andersartigen Umarbeitung ausgegangen werden nicht von extra Varianten für Langgewehr und Karabiner, denn dafür müssten schon mehrere Zentimeter Unterschied da sein um davon sprechen zu können. Beispielsweise für Langgewehre sehr kurze Klingen, da das Gewehr an sich ja schon eine beachtliche Länge hat und für Karabiner dann merklich längere Klingen um die Kürze der Waffe auszugleichen. Dies wäre dann eine gängige Situation wie sie auch bei anderen Waffenmodellen in Anwendung kam.

Sammlergruß
Sebastian Th.

18

Sonntag, 6. Mai 2012, 10:25

Hallo
mein einziges noch vorhandenes Stück, Ringdurchmesser 14mm Klingenlänge 39,4mm Waffennummer 68395
Lederscheide.
gruss chregu