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Montag, 29. Dezember 2014, 18:25

Faschinenmesser. Griff Faschinenmesser 42/52/75 mit Klinge Sägebajonett 1914

Das Faschinenmesser Eidgenössische Ordonnanz 1842/52/75 wurde letztmals 1933 an Rekruten der Sanitätstruppen abgegeben. Es ist denkbar, dass in den 1930er Jahren die Vorräte an diesem Modell erschöpft waren, so dass als Ersatz für defekte Seitengewehre dieses Zwittermodell beordert wurde. Das ist aber nur eine Spekulation von mir. Es handelt sich eindeutig um ein Ordonnanzmodell, denn das Faschinenmesser trägt an der Wurzel den Eidgenössischen Abnahmestempel. Das Bild zeigt ein Seitengewehr gefertigt von H.S. Das ist ein Kürzel für die Metallbaufirma Hans Steimer in Wasen im Emmental (Kanton Bern). Ich habe in Auktionskatalogen auch schon entsprechende Modelle mit Klingen bezeichnet WAFFENFABRIK NEUHAUSEN gesehen. Die Metallscheide zum abgebildeten Modell stammt aus der Waffenfabrik Neuhausen.

Dragoner

Experte für Schweiz

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Wohnort: Confoederatio Helvetica

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Donnerstag, 1. Januar 2015, 17:05

Ein aussergewöhnliches Stück! Habe ich bis jetzt noch gesehen... Kennst du die eventuell die Ordonnanzbezeichnung davon?

Jedenfalls danke fürs zeigen!

Dragoner
Wer früher stirbt, ist länger tot.

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Sonntag, 4. Januar 2015, 12:05

Guten Tag Dragoner, ich wünsche dir auch im neuen Jahr viele interessante Diskussionen und Entdeckungen.
Das abgebildete Faschinenmesser hat sicher keine neue Ordonnanzbezeichnung, es lief vermutlich einfach nur unter dem Begriff Faschinenmesser. Ab 1921 wurde nur mehr das Faschinenmesser mit vollem Messinggriff abegeben, und das bis zur Erschöpfung der Bestände. Die abgebildete Waffe wurde wahrscheinlich Ende der 1930er Jahre oder in den 1940er Jahren als Ersatz für defekte Faschinenmesser abgegeben.
Zu dieser Zeit wurde ja bereits schon über die Völkerrechtswidrigkeit von Sägebajonetten und den Ersatz der Sägebajonette Modell 1914 diskutiert. Es ist eh erstaunlich, wie lange sich das Faschinenmesser in der Eidgenössischen Armee halten konnte. Der Grund liegt in der Sparsamkeit. Wieso sollte man für die nicht kombattenten Truppen Geld für neue Bajonette ausgeben?
Im Visier Spezial N°33 ist auf Seite 23 ein Versuchsmodell der WAFFENFABRIK NEUHAUSEN abgebildet. Fälschlicherweise wird diese Klinge als wiederverwendete Vetterli-Klinge bezeichnet. Zur Zeit der Vetterli-Säbelbajonette gab es diesen Fabrikstempel von Neuhausen noch nicht, und die Klinge der Vetterli-Säbelbajonette hatten einen kürzeren Sägerücken. Ein gleiches Modell findet sich im Auktionskatalog 2003 der Galerie Fischer unter N° 1073, bezeichnet als Versuchmodell um 1910.

4

Montag, 23. November 2015, 20:33

Klinge Sägebajonett 1914. Griff Messing, leichte Ausführung. Griffvariante Faschinenmesser Modell 1842/52/75.

Hier das Bild
»schmiede39« hat folgendes Bild angehängt:
  • Zwitter Faschinemesser Sägebajo 14.jpg