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Montag, 27. Juli 2020, 18:37

Spitze von Weidmesser umgebogen, was tun?

Hallo werte Sammlerkollegen
Mir ist beim Putzen im Frühling ein Weidmesser aus dem Schrank auf den Boden gefallen. Geradewegs auf den Stiefel. Von aussen war keine Beschädigung sichtbar, daher wieder ab in den Schrank.

Vor kurzer Zeit zog ich das Weidmesser aus der Scheide und Oh Schreck, die Spitze ist glatt umgebogen. Da die Verdrahtung am Stiefel fehlte, ist er offenbar nach oben gerutscht. Jetzt stellt sich die Frage nach einer möglichst schonenden Reparatur, da ich das Stück schliesslich nicht ruinieren will. So belassen will ich es lieber nicht weil es erstens furchtbar aussieht und zweitens beim Herausziehen die Scheide beschädigt. Früher hätte man es einfach abgeschliffen, aber vielleicht weiss einer hier im Forum noch einen guten Rat.

Gruess

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Montag, 27. Juli 2020, 20:09

Hallo Microraptor

Stell doch mal ein Foto ein, damit man sich ein Bild von der Misere machen kann. Ich wundere mich eigentlich schon, dass sich die Klinge so einfach hat verformen lassen. Die dürfte ja aus irgend einem Kohlenstoffstahl sein. Nun besteht aber sicher beim retour biegen die Gefahr eines Bruches...

Grüsse

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Dienstag, 28. Juli 2020, 11:57

Ich war auch erstaunt, das war wohl ein ziemlicher Tätsch. Sehr ärgerlich.
»Microraptor92« hat folgende Bilder angehängt:
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Dienstag, 28. Juli 2020, 12:56

Hallo

Ups... Scheint aber relativ weich zu sein. Ist halt mit etwas Risiko verbunden aber ich denke, das kriegst du kalt zurück. Weiss jemand besser Bescheid über die alten Stähle? Ich will nicht alleine schuld sein... :S


Grüsse

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Dienstag, 28. Juli 2020, 22:25

wow. das sieht ja geil aus. ist die klinge aus zinn....die ist ja nur auf einen stiefel gefallen? :rolleyes: spaß beiseite.... wenn die klinge so weich ist, dann könnte man die spitze ev. wirklich kalt zurückformen. (warm ginge es leichter). ganz wird es nicht funktionieren, da kleine unebenheiten bleiben werden, aber mit ein wenig nachbearbeiten müsste das resultat sicherlich in ordnung sein.

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Mittwoch, 29. Juli 2020, 15:23

Wenn sich die Spitze so einfach und leicht umbiegt, dann ist das ein wirklich weiches Material, bei dem ich nicht die geringsten Hemmungen hätte, die Spitze mit dem Hammer gerade zu klopfen. Was soll denn da schon passieren......

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Montag, 10. August 2020, 11:37

Hallo zusammen.
So die Reparatur ist fertig. Zurückbiegen war nichts, dabei ist sogar die Spitze abgebrochen. Schlussendlich habe ich mit Nassschleifsteinen, die ich zum Kochmesser schleifen benutze, wieder eine neue Spitze geschliffen. Mir ist aufgefallen, dass der Stahl einen sehr hohen Chromanteil hat. Das macht ihn zwar unempfindlicher gegen Nässe, Schmutz und dergleichen, macht den Stahl aber auch weich.
Das Weidmesser wurde schon einmal beschliffen, man sieht keinen Unterschied zu vorher, ausser dass ich die Spitze absichtlich stumpf gelassen habe. Ach ja, das ganze ist natürlich ein paar Millimeter kürzer als vorher. :whistling:
»Microraptor92« hat folgende Bilder angehängt:
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