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1

Samstag, 7. August 2021, 11:14

Wallbüchse

Hallo ,
ich habe diese Wallbüchse bekommen und kann sie nicht zuordnen . Vielleicht kennt jemand den Hersteller bzw. das Herkunftsland.
Länge 1,56 cm , Lauflänge 1,17 cm und Gewicht ca. 5 kg.

Danke im Voraus

Gruß
Ralf
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corrado26

Experte für Feuerwaffen

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Samstag, 7. August 2021, 11:52

Das ist sicherlich keine Wallbüchse, dafür ist sie viel zu leicht, zur Jagd taugte sie natürlich auch nicht, dafür ist das Stück zu schwer. Ich denke, dassdas eine Büchse zum sportlichen Schießen auf dem Schießstand ist, gefertigt vermutlich von Jean Piquet aus Pontarlier/F, geb. 1689, er arbeitete zu Beginn des 18. Jahrhunderts. Das Schloss könnte von Johannes Kleebaum gefertigt sein, welcher von 1692 bis 1729 in Strassbourg gearbeitet hat, seine im Neuen Stöckel gezeigte Marke hat zumindest Ähnlichkeit mit der Marke im Schloss.

3

Samstag, 7. August 2021, 11:58

Danke für deine , wie immer, sachkundigen Beiträge .

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Samstag, 7. August 2021, 17:22

So was ähnliches habe ich auch. Werds bei Gelegenheit mal einstellen. Hast du noch ein Foto mit der ganzen Waffe?

5

Sonntag, 8. August 2021, 07:52

die gewünschten Fotos
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Sonntag, 8. August 2021, 19:13

Schönes Gewehr hast du da. Funktioniert der Stecher-Abzug noch?

Hier stelle ich mein Gewehr ein. Ich denke ebenfalls, dass es sich um einen Stand-Stutzer handelt. Länge: 138 cm Lauflänge: 103 cm. Ich datiere es auf ca. 1730-1750. Sehr schön beschnitzter Schaft mit Messingplakete samt Besitzerinitialen. Mit diesem Gewehr verbindet mich eine Hassliebe. Als ich es in einer Brockenstube gesehen habe, wollte ich es sofort haben. Gesagt, getan und ich fuhr als glücklicher Besitzer eines schönen Gewehrs nach Hause. Dann beim Zerlegen der erste Schock. Nach dem Entfernen der Stifte und der Schraube ging der Lauf nicht ab. Es stellte sich heraus, dass er unsachgemäss festgeleimt wurde. Das Holz um die Schwanzschraube war verfault und zersplittert. Überall waren Leimspuren. Suuuuper. Der Abzugsbügel liess sich auch nicht entfernen. Vorne ist er mit einem Bügel gestiftet. Der Bügel war ebenfalls gebrochen und mit gefühlt kiloweise Leim fixiert. Der Ladestock war irgendein Gebastel mit Korkzapfen drauf. Die Feder des Kolbenschubers fehlte und der Schuber wurde mit einem Gummidopper am Platz gehalten. Zumindest der Stecher war intakt. Beim Schloss ist die Schlagfeder abgebrochen, sonst ist alles intakt. Eine Schloss-Schraube fehlt, die andere gehört wohl nicht zu diesem Gewehr. Nachdem der erste Ärger runtergeschluckt war, dachte ich man kanns ja mit Restaurieren versuchen. Getreu dem Motto: Hilfts nichts so schadets auch nicht. Also erstmal die ganzen Leimspuren entfernen, den Schaft habe ich mit einer Leim-Sägemehl Mischung repariert. Den Ladestock habe ich aus Holz nachgebaut, mit Hirschhorn-Dopper. Die Feder vom Kolbeschuber habe ich durch eine Originalgetreue ersetzt. Den Abzugsbügel hat ein befreundeter Handwerker repariert. Jetzt präsentiert sich das Gewehr im Zustand auf den Fotos. Ich würde gerne noch mehr machen, dafür reicht mein Können nicht aus und fehlen mir Material und Werkzeug.
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7

Sonntag, 8. August 2021, 19:32

Leider trügt der Schein . Meine Büchse ist auch nicht komplett , es fehlt das Schloßgegeblech mit zwei Schrauben und es fehlt der Ladestock . Ich
wollte erst auch den Lauf ausbauen aber bei vier verrosteten Haltstiften lasse ich es lieber sein .

8

Sonntag, 8. August 2021, 20:46

Tja, der Ladestock dürfte noch das kleinste Problem sein. Der liesse sich relativ einfach nachbauen. Der Rest ist allerdings für Hobbybastler praktisch unmöglich. Halt so an die Wand hängen, dass mans nicht sieht. ;) Ein Stück vom Holzschaft beim Schloss ist auch weg, sehe ich das richtig?

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Sonntag, 8. August 2021, 20:58

Du hast richtig gesehen , es fehlt ein Stück Holz . Da hat sich schon mal ein Hobbyrestaurator ausgetobt. . Das Gegenblech bekomme ich schon wieder
hin , ich brauche bloß mehr Zeit .