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corrado26

Experte für Feuerwaffen

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1

Samstag, 28. August 2021, 09:41

Unbekannter Säbel aus Sachsen

Der Säbel wurde von Voigts in Dresden gefertigt oder verkauft, hat jemand ein solches Stück schon einmal gesehen und kann es zuordnen? Militärisch? Wohl nicht, eher zivil aus dem Bergbau.
»corrado26« hat folgende Bilder angehängt:
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2

Samstag, 28. August 2021, 14:35

Nie gesehen. Aber ein sehr schönes, unberührtes Stück. Glückwunsch.

Gruss
blankhans

corrado26

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3

Samstag, 28. August 2021, 16:14

Gibt es wenigstens Erkenntnisse zum Hersteller oder Händler Voigts in Dresden?

4

Mittwoch, 1. September 2021, 20:39

Evtl. kann man [url='https://www.bergbaumuseum-oelsnitz.de/aktuelles/objekt-des-monats/objekt-des-monats-detail/83.html']hier[/url] mehr erfahren?

Abgesehen davon ein sehr schöner Säbel - viel Spaß beim recherchieren!

5

Samstag, 4. September 2021, 16:18

Hallo Corrado26,
Klaus Hilbert in: "Blankwaffen aus drei Jahrhunderten" schreibt dazu:
Ernst Ludwig Voigt, Hauptzeughaus-Schwertfeger, Frauengasse 1 in Dresden, nachgewiesen in den Jahren 1826-1854.

Grüße vom Jagdsammler

PS: Ein sehr, sehr schöner Säbel! Danke fürs zeigen.

corrado26

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6

Samstag, 4. September 2021, 18:06

Vielen Dank für die Hilfe

corrado26

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7

Montag, 6. September 2021, 13:42

Ich habe das Bergbaumuseum in Oelsnitz angeschrieben und die nachfolgende, höchst interessante Antwort erhalte:

Es sich handelt um einen Säbel für einen höheren Bergbeamten. Das Gefäß ist durchaus bekannt, sowohl von zwei Seitengewehren, wie sie für untere Beamten- und Offiziantenränge üblich waren, als auch von einem Säbel, der sich im Bestand der Städtischen Museen Zwickau befindet (leider dieser mit falscher Scheide). Interessant sind die beiden aufgelöteten Wappen mit den Jahreszahlen, die sich ja ganz offenbar auf Benutzung in Sachsen und Preußen beziehen. Da der Säbel selbst aber bereits das Kgl. Sächs. Wappen auf der Klinge trägt, muß er jünger als 1806 sein. Das Gefäß selbst ist jedoch mit früheren Klingen nachweisbar, so bei den bekannten Seitengewehren. Spätestens mit den 1830er Jahren kamen die Griffgarnituren dieser Art zugunsten der Löwenkopf-Ausführung für die damit ausgestatteten Beamtenränge in Wegfall. Für die Seitengewehre lassen Sie sich noch nachweisen. Der Oberberghauptmann von Herder trug zwar noch einen Säbel mit einer ähnlichen Gestaltung des Korbes, aber hier handelte es sich um die Berginsignien im bekrönten Lorbeerkranz. Der Bügel lief allerdings schon in den Löwenkopf aus.
E. L. Voigt ist seit 1816 in Dresden nachweislich tätig gewesen, unter anderem als Schwertfeger am Hauptzeughaus. Die von ihm uns seinem Sohn hergestellten Stücke finden sich gerade bei den Ausstattungsstücken für das Berg- und Hüttenwesen in Sachsen immer wieder. Das heißt, es sind sowohl Blankwaffen für den Erzbergbau, als auch den späteren – meist privatwirtschaftlich geführten – Steinkohlenbergbau entstanden und überliefert.

8

Samstag, 18. September 2021, 11:36

Super!
Da gibt es ja schon viele neue Anhaltspunkte.
Peter