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1

Montag, 14. Dezember 2015, 17:58

Hannover Pionier-Faschinenmesser 1840-66

Messing-Kreuzgefäss. Auf der Parierstange aussen gestempelt "III 4". Ovale Griffhülse mit dunkelbraunem Lederüberzug, durch drei Messing-Nieten befestigt. Gerade, zweischneidige Klinge. Aussen mit einer Hohlkehlung, die zur schörartig verbreiterten Mittelspitze hin in einem Grat ausläuft. Geschwärzte Lederscheide mit Messingmontur und nummerngleicher Stempelung auf Mundblech.

Gesamtlänge.....................670 mm
Messerlänge......................630 mm
Klingenlänge.....................485 mm
Klingenbreite (max.).............53 mm

Gruss
blankhans
»blankhans« hat folgendes Bild angehängt:
  • Z.jpg

2

Freitag, 29. Mai 2020, 20:07

Seitengewehr für Pioniere (1840-1866) - Königreich Hannover

Länge: 623 mm
Klingenlänge: 481 mm
Klingenbreite: 52 - 40 mm
Länge Scheide: 515 mm


Stempel:

Parierstange rechts Truppenstempel J.C.C.29 - Ingenieur Corps, C-Compagnie, 29.Waffe
Mundblech Scheide B.35 - B-Compagnie, 35. Waffe


Anmerkung:

Das hannöversche Ingenieur-Corps bestand nur aus dem Stab und 2 Compagnien.
Ab 1858 wurde das Seitengewehr auch bei den Truppenpionieren geführt. Mit
dem Ende des Königreiches Hannover 1866 kam auch das Ende für dieses seltene
Seitengewehrmodell.
»joehau« hat folgende Bilder angehängt:
  • Hann. Pionier-Seitengew. J.C.C.29 a.jpg
  • Hann. Pionier-Seitengew. J.C.C.29 b.jpg
  • Hann. Pionier-Seitengew. J.C.C.29 e.jpg
  • Hann. Pionier-Seitengew. J.C.C.29 f.jpg
  • Hann. Pionier-Seitengew. J.C.C.29 g.jpg
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  • Hann. Pionier-Seitengew. J.C.C.29 o.jpg
  • Hann. Pionier-Seitengew. J.C.C.29 p.jpg

3

Samstag, 30. Mai 2020, 18:16

Das sind schon mächtige Stücke.

Gruss
blankhans

4

Samstag, 30. Mai 2020, 19:37

Das kann man sagen ...

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »joehau« (24. September 2020, 19:47)


5

Donnerstag, 13. August 2020, 11:33

Hannoversches Pionier-Faschinenmesser 1840 - 1866

Ein weiterer Kamerad gesellt sich zu den zwei hier präsentierten Stücken.

670 mm - Gesamtlänge mit Scheide
485 mm - Klingenlänge
630 mm - Messerlänge
053 mm - Klingenbreite (max.)

Stempel leider nur auf dem Mundblech der Scheide zu finden : S C 2 3 2
Wenn den jemand deuten kann, nur zu.

In der Tat ein wuchtiges Utensil der damaligen Einheiten.


Grüße
Marco
»Ocram« hat folgende Bilder angehängt:
  • IMG_20200813_114458.jpg
  • IMG_20200813_114633.jpg
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  • IMG_20200813_115034.jpg
  • IMG_20200813_115146.jpg

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Ocram« (13. August 2020, 11:56)


6

Donnerstag, 13. August 2020, 16:49

Erstaunlich wie viele von den paar hundert Stücken nach 170 Jahren noch erhalten sind.

Das SC im Truppenstempel kann ich leider nicht unterbringen. Zum Ingenieur-Corps
scheint der Stempel wohl nicht zu gehören. Ab 1852 bekamen die Pioniere bei
den Infanteriebataillonen ebenfalls dieses Seitengewehrmodell.

Gruß Jörg

7

Donnerstag, 13. August 2020, 18:03

Könnte e3s sich um das Sanitätskorps oder eine Sanitäts-Compagnie handeln?

8

Freitag, 14. August 2020, 07:07

Die Hannoveraner sind halt sorgsam mit ihrem Handwerkszeug umgegangen, vielleicht finden sich deshalb noch einige an :)

Auch denkbar, Sanitäts-Compagnie. Aber für was steht die 2 3 2 dann.
Wäre auch eine "Stabs-Compagnie" denkbar ? Auch hier stellt sich dann die Frage nach der 2 3 2 .

9

Freitag, 14. August 2020, 11:52

Da bei dem "SC" keine Trennungspunkte verwendet wurden, ist dies eventuell auch bei den Zahlen nicht erfolgt, also könnte es "Sanitäts-Compagnie 2, Waffe 32" bedeuten?!

10

Freitag, 14. August 2020, 16:34

Das geht mir zu weit ins Spekulative.

Die Compagnien wurden in der hannöverschen Armee mit
Buchstaben bezeichnet.

Die Sanitäts-Compagnie bestand nur bei größeren Manövern
und im Kriegsfall aus 126 kommandierten Soldaten, die für
den Sanitätsdienst ausgebildet waren. Von einer Bewaffnung
ist nichts bekannt.



Quelle: Udo Vollmer, Die Armee des Königreichs Hannover

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »joehau« (14. August 2020, 16:52)


11

Donnerstag, 20. August 2020, 17:14

Trotz allem muss das S C ja eine Bedeutung haben. Man weiß ja nicht ob damals ausgerechnet bei diesem Stempel eine "nicht ordnungsgemäße" Stempelweise gewählt wurde. Wenn ich bei "Vollmer" richtig gelesen habe waren auch später Bataillone der Infanterie und der Truppenpioniere mit diesem Modell ausgerüstet.
Möglicherweise ist da die Lösung zu finden ?

12

Montag, 24. August 2020, 20:35

Vollmer schreibt, dass die Bataillone der Infanterie Truppenpioniere hatten, die
aufgrund General-Ordre vom 01.07.1852 mit diesem Pionierseitengewehr ausgestattet
waren. Also bei jedem Inf. Bat. gab es ein paar Pioniere mit Pionierseitengewehr.
Auf keinen Fall waren das 232 in einem Bataillon.