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Sonntag, 11. Januar 2009, 19:32

schwedische Kavalleriepistole m/1820-49 (Stutzen)

Die Pistole m/1820 - 49 war die erste Perkussionspistole, die bei der schwedischen Kavallerie eingeführt wurde. Diese Pistole ist ein aptiertes Modell der Steinschlosspistole m/1820. Es wurde die Pfanne entfernt, das Zündschloss mit einem Zapfen verschlossen und das neue Piston rechts neben der Ziellinie in den Lauf geschraubt. Der Hahn musste daher stark nach innen gekröpft sein. Ebenso erhielt der Lauf Züge und einen Dorn vom System Thouvenin.
Leider sind Pistole und Anschlagkolben nicht nummerngleich. Sie passen aber aneinander (ist nicht immer so) und sind ungefähr vom gleichen Holz.

Die Pistole m/1820 - 49 war vorgesehen für:
die Leibgarde zu Pferd - erhalten 1850
und das Kronprinz Husaren Regiment - erhalten 1852.

Da beide Regimenter ihre Waffen relativ gut gekennzeichnet haben und diese bekannt sind, kann man die Waffen gut zuordnen. Die Pistolen wurden, wie bei der Pistole m/1807 beschrieben, als Paar vom Kavalleristen getragen. Die Zusammengehörigkeit der Waffen ist so festzustellen. Die Stutzenpistole eines Paares hat die niedere, ungerade Zahl. Die Flankörpistole hat die höhere, gerade Zahl. Diese Pistole hat die Nummer 2045 und ist daher eine Stutzenpistole. Der Anschlagkolben hat die gleiche Nummer wie die Stutzenpistole.

Stempelungen:

auf der Pistole:

Krone über C = Eskilstuna
2045 = Waffennummer
1837 = Diese Pistole ist eine umgebaute m/1820 und wurde 1837 gebaut.

2/28 = 2. Schwadron/ Nummer 28 - Leibgarde zu Pferd

auf dem Anschlagkolben:

3. 19. = 3. Schwadron/ Nummer 19 - Kronprinz Husaren Regiment

technische Daten:

Länge mit Anschlagkolben: 69 cm
Länge Pistole: 42 cm
Länge Lauf: 24,9 cm
Gewicht Pistole: 1,22 Kg
Kaliber: 15,74 mm

4 Züge mit einer halben Umdrehung auf Lauflänge

Kugel: 23,16 mm lang Spitzkugel, Durchmesser 15,44 mm, Gewicht 25,88 g

Ladung: 3,315 g Schwarzpulver

Entschuldigt bitte die schlechteren Bilder. Sie sind jedoch noch mit meiner ersten Kamera aufgenommen. Die war überhaupt nicht gut.

Gruß vom alten Schweden

Thomas